Die Auferstehung Jesu

Die Auferstehung Jesu

Matthäus 28,2-4.11-15; 27,52.53

Die Nacht des ersten Wochentages ging allmählich zu Ende. Es war um die dunkelste Stunde, kurz vor Tagesanbruch. Christus befand sich noch immer als Gefangener in seinem engen Grab. Der große Stein lag an seinem Platz, das römische Siegel war ungebrochen, und die römischen Soldaten hielten ihre Wache. Auch unsichtbare Wächter waren anwesend. Scharen böser Engel hatten sich an diesem Ort versammelt. Wäre es möglich gewesen, dann hätte der Fürst der Finsternis mit seinem Heer von Abgefallenen das Grab, das den Sohn Gottes festhielt, für immer versiegelt gehalten. Aber auch eine himmlische Schar umgab die Grabstätte. Engel, deren Stärke alles übertraf, bewachten das Grab und warteten darauf, den Fürsten des Lebens willkommen zu heißen. »Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab.« (Matthäus 28,2a EÜ) Bekleidet mit der Rüstung Gottes, hatte dieser Engel die himmlischen Höfe verlassen. Die hellen Strahlen der Herrlichkeit Gottes gingen vor ihm her und erleuchteten seinen Weg. »Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.« (Matthäus 28,3.4 EÜ)

Ihr Priester und Obersten, wo blieb die Macht eurer Wachen? Tapfere Soldaten, die sich nie vor menschlicher Macht gefürchtet hatten, waren jetzt plötzlich ohne Schwert und Lanze zu Gefangenen gemacht worden. Das Angesicht, in das sie blickten, war nicht das Gesicht eines sterblichen Kriegers. Sie schauten in das Angesicht des Mächtigsten im Heer des Herrn. Dieser Himmelsbote war kein anderer als der, der Luzifers einstige Stellung eingenommen hatte. Es war derselbe Engel, der über den Hügeln von Bethlehem die Geburt von Christus verkündet hatte. Die Erde erzitterte, als er herannahte. Die Scharen der Finsternis flohen. Als er den Stein wegwälzte, schien es, als würde sich der Himmel zur Erde neigen. Die Soldaten sahen, wie er den Stein wie einen Kiesel zur Seite schob, und hörten, wie er mit lauter Stimme rief: »Du Sohn Gottes, komm heraus: Dein Vater ruft dich!« Nun sahen sie Jesus aus dem Grab hervorkommen und hörten, wie er über dem leeren Grab ausrief: »Ich bin die Auferstehung und das Leben.« (Johannes 11,25a) Als er in Majestät und Herrlichkeit erschien, verneigte sich die Engelschar in Anbetung vor dem Erlöser und begrüßte ihn mit Lobliedern. Ein Erdbeben kennzeichnete die Stunde, als Christus sein Leben hingab, und ein weiteres Beben bezeugte den Augenblick, als er es triumphierend wieder aufnahm. Er, der den Tod und das Grab überwunden hatte, kam im Schritt eines Siegers aus dem Grab hervor. Dabei bebte die Erde, Blitze zuckten, und der Donner rollte. Wenn er wieder auf die Erde zurückkehrt, wird er »nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel erschüttern« (Hebräer 12,26b NLB). »Wie ein Betrunkener taumelt die Erde, sie schwankt wie eine wacklige Hütte.« (Jesaja 24,20a EÜ) »Der Himmel wird wie eine Schriftrolle zusammengerollt werden.« (Jesaja 34,4b NLB) »Die Himmelskörper verglühen im Feuer, und die Erde und alles, was auf ihr ist, wird zerschmelzen.« (2. Petrus 3,10b GNB) »Doch für sein Volk wird der Herr ein Zufluchtsort sein und ein Schutz für die Kinder Israels.« (Joel 4,16b NLB) Als Jesus starb, hatten die Soldaten mitangesehen, wie die Erde am hellen Mittag in Finsternis gehüllt wurde; bei seiner Auferstehung aber sahen sie, wie der Glanz der Engel die Nacht erleuchtete. Sie hörten die große Freude und den Jubel der himmlischen Scharen, als sie sangen: »Du hast Satan und die Mächte der Finsternis überwunden! Du hast den Tod verschlungen in den Sieg!« (Vgl. 1. Korinther 15,54.) Christus kam verherrlicht aus dem Grab hervor, und die römischen Wachen sahen ihn. Sie konnten ihre Augen nicht vom Angesicht dessen, den sie vor Kurzem noch verspottet und verhöhnt hatten, abwenden. In diesem verklärten Wesen erkannten sie den Gefangenen, den sie in der Gerichtshalle gesehen und dem sie eine Dornenkrone geflochten hatten. Dies war der Eine, der widerstandslos vor Pilatus und Herodes gestanden hatte und dessen Körper durch die grausame Geißelung zerschunden worden war. Das war der Mann, den man ans Kreuz genagelt hatte, über den die Priester und Obersten voller Selbstgefälligkeit ihre Köpfe geschüttelt und ausgerufen hatten: »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen.« (Matthäus 27,42 NGÜ) Ihn hatte man ins neue Grab von Josef gelegt. Doch auf Befehl des Himmels wurde der Gefangene befreit. Hätte man auch Berge über Berge über seinem Grab aufgetürmt, nichts hätte ihn daran hindern können, es zu verlassen.

Beim Anblick der Engel und des verherrlichten Erlösers waren die römischen Soldaten ohnmächtig geworden und lagen wie tot am Boden. Als das himmlische Gefolge vor ihren Augen verborgen wurde, erhoben sie sich und rannten, so schnell ihre zitternden Glieder sie tragen konnten, zum Ausgang des Gartens. Taumelnd wie Betrunkene eilten sie in die Stadt und erzählten allen, denen sie begegneten, die wunderbare Neuigkeit. Sie waren auf dem Weg zu Pilatus. Doch ihr Bericht war bereits der jüdischen Obrigkeit überbracht worden. Darum ließen die Hohenpriester und Obersten sie zuerst zu sich holen. Diese Soldaten boten einen seltsamen Anblick. Zitternd vor Furcht und mit bleichen Gesichtern bezeugten sie die Auferstehung von Christus. Sie erzählten alles genau so, wie sie es gesehen hatten. Sie hatten gar keine Zeit gehabt, sich etwas anderes als die Wahrheit auszudenken oder weiterzugeben. Schmerzlich berührt sagten sie: »Es war der Sohn Gottes, der gekreuzigt wurde! Wir hörten, wie ihn ein Engel als Majestät des Himmels und als König der Herrlichkeit ankündigte. «Die Gesichter der Priester wurden totenblass. Kaiphas versuchte zu sprechen. Seine Lippen bewegten sich, doch er brachte keinen Ton heraus. Die Soldaten wollten den Ratssaal gerade wieder verlassen, als sie zurückgerufen wurden. Kaiphas hatte endlich seine Stimme wiedergefunden. »Wartet, wartet!«, rief er. »Erzählt niemandem, was ihr gesehen habt! «Nun wurden die Soldaten beauftragt, einen Lügenbericht weiterzugeben. »Erzählt den Leuten«, so sagten ihnen die Priester, »seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen« (Matthäus 28,13 EÜ). Damit entlarvten sich die Priester selbst. Wie konnten die Wächter sagen, die Jünger hätten den Leichnam gestohlen, während sie schliefen? Wie konnten sie wissen, was sich während ihres Schlafes zugetragen hatte? Und wenn man den Jüngern hätte nachweisen können, den Körper von Christus entwendet zu haben, hätten dann nicht die Priester die Jünger sofort verurteilt? Oder wenn die Wachen wirklich am Grab geschlafen hätten, wären die Priester nicht die Ersten gewesen, um sie bei Pilatus anzuklagen? Die Soldaten erschraken beim Gedanken, sich selbst zu beschuldigen, auf ihrem Posten geschlafen zu haben. Auf dieses Vergehen stand die Todesstrafe. Sollten sie lügen, das Volk betrügen und ihr eigenes Leben in Gefahr bringen? Hatten sie nicht ihren ermüdenden Dienst mit größter Aufmerksamkeit verrichtet? Wie konnten sie selbst um des Geldes willen das kommende Verhör bestehen, wenn sie einen Meineid leisteten? Damit der Bericht, dessen Bekanntwerden sie fürchteten, verschwiegen blieb, versprachen die Priester, für die Sicherheit der Wächter zu sorgen. Sie sagten, Pilatus wünsche sich ebenso wenig wie sie, dass solche Berichte verbreitet würden. So verkauften die römischen Soldaten ihre Unbescholtenheit für Geld an die Juden. Sie waren mit einer aufsehenerregenden, aber wahren Botschaft zu den Priestern gekommen. Nun gingen sie wieder hinaus, zwar mit Geld in den Händen, auf ihren Lippen jedoch mit einer Lüge, welche die Priester für sie erfunden hatten. In der Zwischenzeit war die Nachricht über die Auferstehung von Christus zu Pilatus gelangt. Obwohl er dafür verantwortlich war, dass Christus sterben musste, machte ihn dies nicht sonderlich betroffen. Da er den Erlöser nur widerwillig verurteilt und dabei Mitleid für ihn empfunden hatte, war er bis jetzt ohne Gewissensbisse geblieben. Nun aber schloss er sich entsetzt in sein Haus ein und wollte niemanden sehen. Die Priester verschafften sich trotzdem Eingang, erzählten ihm von ihrer erfundenen Lügengeschichte und drängten ihn, über das Pflichtversäumnis der Wachen hinwegzusehen. Bevor Pilatus jedoch einwilligte, befragte er heimlich die Wächter. Diese fürchteten um ihre eigene Sicherheit und wagten es nicht, etwas zu verheimlichen. Auf diese Weise erfuhr Pilatus alles, was sich zugetragen hatte. Er ließ die Angelegenheit auf sich beruhen, doch von diesem Zeitpunkt an fand er keinen inneren Frieden mehr.

Als Jesus ins Grab gelegt wurde, triumphierte Satan. Er gab sich der Hoffnung hin, dass der Erlöser sein Leben nicht wieder erlangen werde. Er beanspruchte den Leichnam des Herrn für sich, stellte seine Wachen um das Grab und versuchte, Christus gefangen zu halten. Er war sehr erzürnt, als seine Engel beim Herannahen des himmlischen Boten flohen. Und als er Christus siegreich aus dem Grab herauskommen sah, wusste er, dass sein Reich zu Ende gehen wird und er schließlich sterben muss. Die Priester hatten sich durch die Hinrichtung von Christus zu Satans Werkzeugen gemacht. Nun standen sie voll und ganz unter seiner Gewalt. Sie waren in einer Schlinge verstrickt, aus der es kein Entrinnen zu geben schien, außer sie setzten ihren Kampf gegen Christus fort. Als sie den Bericht von seiner Auferstehung hörten, fürchteten sie sich vor dem Zorn des Volkes. Sie spürten, dass ihr eigenes Leben in Gefahr war. Ihre einzige Hoffnung bestand darin, Christus als Betrüger hinzustellen, indem sie seine Auferstehung leugneten. Sie bestachen die Soldaten, nahmen Pilatus das Versprechen ab zu schweigen, und verbreiteten ihre Lügenberichte nah und fern. Aber es gab Zeugen, die sie nicht zum Schweigen bringen konnten. Viele hatten den Bericht der Soldaten über die Auferstehung von Christus gehört. Und einige der Verstorbenen, die mit Christus auferweckt worden waren, erschienen vielen Menschen und bezeugten, dass er auferstanden war (vgl. Matthäus 27,52.53). Den Priestern wurden Berichte von denen überbracht, die diese Auferstandenen gesehen und deren Aussagen gehört hatten. Die Priester und Obersten fürchteten ständig, auf den Straßen oder in der Zurückgezogenheit ihrer eigenen Häuser plötzlich Christus gegenüberzustehen. Sie fühlten sich nirgends mehr sicher. Schlösser und Riegel waren ein armseliger Schutz vor dem Sohn Gottes. Tag und Nacht verfolgte sie jenes schreckliche Geschehen in der Gerichtshalle, als sie gerufen hatten: »Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!« (Matthäus 27,25b) Nie mehr würde die Erinnerung an dieses Geschehen in ihrem Geist verblassen, und niemals würden sie wieder friedlich schlafen können. Als die Stimme des mächtigen Engels an der Gruft von Christus rief: »Dein Vater ruft dich!«, kam der Erlöser durch das ihm innewohnende Leben aus dem Grab hervor. Dies war der Beweis dafür, dass er die Wahrheit gesagt hatte: Ich gebe mein Leben hin, »um es wiederzuerlangen … Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu nehmen.« (Johannes 10,17.18a NLB) Nun hatte sich die Vorhersage erfüllt, die er den Priestern und Obersten gegeben hatte: »Zerstört diesen Tempel, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen.« (Johannes 2,19 NLB) Am offenen Grab von Josef hatte Christus triumphierend ausgerufen: »Ich bin die Auferstehung und das Leben.« (Johannes 11,25a) Diese Worte konnten nur von der Gottheit selbst ausgesprochen werden. Alle erschaffenen Wesen leben durch den Willen und die Macht Gottes und sind davon abhängig, fortwährend Leben von Gott zu empfangen. Vom höchsten Seraph bis zum niedrigsten Lebewesen werden alle von der Quelle des Lebens gespeist. Nur er, der mit Gott eins ist, konnte sagen: »Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu nehmen.« (Johannes 10,18a NLB) In seiner Göttlichkeit besaß Christus die Macht, die Fesseln des Todes zu sprengen. Christus erstand von den Toten als Erstlingsfrucht derer, die schlafen. Er war das Gegenbild zur Darbringung der »ersten Garbe« am Fest der ungesäuerten Brote, denn seine Auferstehung geschah am selben Tag, an dem die Erstlingsgarbe dem Herrn dargebracht werden sollte (vgl. 3. Mose 23,10-14). Mehr als 1000 Jahre lang war diese symbolkräftige zeremonielle Handlung durchgeführt worden. Die ersten reifen Kornähren wurden auf dem Erntefeld geschnitten, und wenn das Volk zum Passafest nach Jerusalem hinaufzog, wurde diese Erstlingsgarbe als Dankopfer vor dem Herrn emporgehoben. Nicht eher, als bis sie dem Herrn dargebracht war, durfte die Sichel ans Korn gelegt und dieses in Garben gebunden werden. Die gottgeweihte Garbe war ein Sinnbild für die Ernte. Auf diese Weise stellte Christus als Erstlingsfrucht die große geistliche Ernte dar, die für das Reich Gottes eingebracht werden soll. Seine Auferstehung ist das Vorbild und die Zusicherung für die Auferstehung aller Gerechten. »Wenn Jesus und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.« (1. Thessalonicher 4,14 EÜ)

Als Christus auferstand, brachte er eine große Anzahl von denen, die in den Gräbern gefangen waren, mit sich. Das Erdbeben bei seinem Tod hatte ihre Gräber geöffnet, und als er auferstand, kamen sie mit ihm hervor. Sie gehörten zu denen, die Gottes Mitarbeiter gewesen waren und unter Einsatz ihres Lebens für die Wahrheit Zeugnis abgelegt hatten. Nun sollten sie Zeugen für den sein, der sie von den Toten auferweckt hatte. Während seines Wirkens hatte Jesus Tote zum Leben zurückgeholt. Er hatte den Sohn der Witwe aus Nain, die Tochter des Obersten Jairus und Lazarus auferweckt. Doch ihnen wurde keine Unsterblichkeit verliehen, denn nach ihrer Auferweckung waren sie immer noch dem Tod unterworfen. Jene aber, die bei der Auferstehung von Jesus aus den Gräbern hervorkamen, waren zu ewigem Leben berufen. Sie fuhren als Zeichen seines Sieges über Tod und Grab mit dem Herrn in den Himmel auf. Christus erklärte damit: Diese sind nicht länger Gefangene Satans, denn ich habe sie erlöst. Ich habe sie als Erstlingsfrüchte meiner Macht aus dem Grab hervorgebracht, damit sie dort sind, wo ich bin, und nie mehr den Tod sehen oder Leid erfahren. Diese Auferstandenen gingen in die Stadt Jerusalem, erschienen vielen und berichteten, dass Christus und auch sie von den Toten auferstanden waren. Auf diese Weise wurde die heilige Wahrheit von der Auferstehung unsterblich gemacht. Die auferstandenen Heiligen bezeugten die Wahrheit der Worte: »Herr, deine Toten werden wieder leben, die Leichen meines Volkes werden auferstehen!« Ihre Auferstehung veranschaulichte die Erfüllung der Weissagung: »Ihr alle, die ihr in der Erde liegt, wacht auf und jubelt vor Freude! Du, Herr, bist wie der belebende Tau; darum gibt die Erde die Toten heraus.« (Jesaja 26,19 GNB) Für die Gläubigen ist Christus die Auferstehung und das Leben. Durch unseren Erlöser wurde das Leben, das durch die Sünde verloren gegangen war, wiederhergestellt, denn er hat das Leben in sich selbst und kann beleben, wen er will. Er besitzt das Recht, Unsterblichkeit zu verleihen. Das Leben, das er als Mensch niedergelegt hatte, nahm er wieder auf, um es der Menschheit zu schenken. »Ich bin gekommen«, sagte er, »damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.« (Johannes 10,10b EÜ) »Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr Durst haben. Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt.« (Johannes 4,14 GNB) »Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn am letzten Tag vom Tod erwecken.« (Johannes 6,54 GNB) Für den Gläubigen ist der Tod eine Kleinigkeit. Christus sprach davon, als wäre er nur ein kurzer Augenblick. »Ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit …, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.« (Johannes 8,51.52b) Für die Christen ist der Tod nur ein Schlaf, ein Augenblick der Stille und der Dunkelheit. Ihr Leben ist verborgen mit Christus in Gott, und wenn »Christus, euer Leben, in seiner Herrlichkeit erscheint, wird sichtbar werden, dass ihr an seiner Herrlichkeit teilhabt« (Kolosser 3,4 NGÜ). Die Stimme, die vom Kreuz rief: »Es ist vollbracht!« (Johannes 19,30b), wurde von den Toten gehört. Sie durchdrang die Mauern der Gräber und gebot den Schlafenden aufzustehen. So wird es auch sein, wenn die Stimme von Christus vom Himmel erschallen wird. Diese Stimme wird die Gräber durchdringen und sie entriegeln. Dann werden die Toten, die an Christus geglaubt haben, auferstehen. Bei der Auferstehung des Erlösers waren nur wenige Gräber geöffnet worden. Bei seiner Wiederkunft aber werden alle kostbaren Toten seine Stimme hören und zu herrlichem, unsterblichem Leben hervorkommen. Dieselbe Macht, die Christus vom Tod auferweckte, wird auch seine Gemeinde auferwecken und mit ihm verherrlichen, »über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen« (Epheser 1,21).

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