2. Mose 34,28

2. Mose 34,28

„Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.“

Die grammatikalische Struktur dieses Verses lässt auf den ersten Blick vermuten, dass Mose die Zehn Gebote auf die zweite Version von Steintafeln geschrieben haben könnte. „Und er war dort mit dem Herrn … und er schrieb auf die Tafeln.“ Wichtig ist hier, dass sich das zweite „er“ nicht auf Mose, sondern auf den Herrn bezieht. In Vers 1 sagte Gott zu Mose: „Hau dir zwei steinerne Tafeln, gleich den ersten, und ich will auf diese Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast.“ In 5. Mose 10,1-4 ist der Bericht sogar noch genauer. Der Herr sagte: „Ich will auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen … Und er schrieb auf die Tafeln, wie die erste Schrift, die zehn Gebote.“ Mose hat nicht auf die steinernen Tafeln geschrieben. Er schrieb zwar die bürgerlichen Gesetze Israels und das Zeremonialgesetz in ein Buch, aber diese Gesetze waren vom Wesen her etwas ganz anderes als das Moralgesetz auf den Steintafeln. Das Moralgesetz der Zehn Gebote war bereits vor dem Sinai in Kraft und wird in alle Ewigkeit Bestand haben, denn es regelt die Beziehung der Menschen zu Gott und zu seinen Mitmenschen.

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