Fleisch und Blut Jesu

Fleisch und Blut Jesu

Johannes 6,22-71

Als Jesus den Menschen verbot, ihn als König auszurufen, wusste er, dass er an einem Wendepunkt seines Lebens angekommen war. Viele von denen, die ihn heute auf den Thron erheben wollten, würden sich morgen von ihm abwenden. Weil ihr ehrgeiziges Streben enttäuscht worden war, würden sich ihre Liebe in Hass und ihre Hochrufe in Flüche verwandeln. Obwohl er dies wusste, unternahm er nichts, um den Konflikt zu verhindern. Von Anfang an hatte er seinen Nachfolgern keine Hoffnung auf irdischen Lohn gemacht. Zu einem Mann, der sein Jünger werden wollte, sagte er: »Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.« (Matthäus 8,20) Wäre es möglich gewesen, sowohl die Welt als auch Christus zu besitzen, hätten sich ihm Scharen von Menschen angeschlossen. Aber einen solchen Dienst konnte er nicht annehmen. Viele von denen, die zu seinen Nachfolgern gehörten, waren von der Hoffnung auf ein irdisches Königreich beseelt. Sie sollten eines Besseren belehrt werden. Der tiefere Sinn des Brotwunders war nicht verstanden worden. Deshalb musste dies geklärt werden. Diese neue Offenbarung würde aber mit einer noch größeren Prüfung verbunden sein. Die Nachricht vom Brotwunder wurde überall verbreitet. Schon sehr früh am nächsten Morgen strömten darum die Leute nach Betsaida, um Jesus zu sehen. Sie kamen in großer Zahl auf dem Landweg und auch über den See. Wer ihn am Vorabend verlassen hatte, kehrte zurück und hoffte, ihn dort wieder zu finden. Es hatte nämlich kein Boot mehr gegeben, mit dem er ans andere Ufer hätte fahren können. Doch sie suchten ihn vergeblich. Deshalb zogen viele nach Kapernaum weiter und suchten ihn dort. In der Zwischenzeit kam Jesus, nachdem er fast einen Tag lang abwesend gewesen war, nach Genezareth. Sobald bekannt wurde, dass er dort angekommen war, eilten die Leute »im ganzen Land umher und fingen an, die Kranken auf Bahren überall dorthin zu tragen, wo sie hörten, dass er war« (Markus 6,55). 

Einige Zeit danach ging er in die Synagoge. Dort fanden ihn die Leute, die aus Betsaida gekommen waren. Von den Jüngern erfuhren sie, wie Jesus den See überquert hatte. Die Jünger erzählten ihnen vom heftigen Sturm. Stundenlang hatten sie vergeblich versucht, gegen den Wind zu rudern. Dann war ihnen Jesus erschienen und auf dem Wasser entgegen gekommen. Sie hatten sich sehr gefürchtet doch seine Worte beruhigten sie. Sie schilderten der verwunderten Menge das abenteuerliche Erlebnis von Petrus und wie der Sturm plötzlich gestillt worden war, sodass das Boot anlegen konnte. Dies alles wurde der staunenden Menge getreulich berichtet. Viele aber, die damit nicht zufrieden waren, drängten sich um Jesus und fragten ihn: »Rabbi, wie bist du hierher gekommen?« (Johannes 6,25b NLB) Sie hofften, von ihm selbst weitere Einzelheiten über das Wunder zu erfahren. Jesus ging nicht auf ihre neugierigen Fragen ein. Traurig erwiderte er: »Ihr sucht mich nicht, weil ihr meine Wunder als Zeichen verstanden habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid.« (Johannes 6,26b GNB) Sie suchten ihn nicht aus einem edlen Beweggrund heraus. Da sie mit Brot gesättigt worden waren, erhofften sie sich noch weitere irdische Vorteile, wenn sie sich ihm anschließen würden. Jesus aber gebot ihnen: »Bemüht euch nicht um vergängliche Nahrung, sondern um wirkliche Nahrung, die für das ewige Leben vorhält.« (Johannes 6,27a GNB) Strebt nicht nur nach materiellem Gewinn! Es soll nicht euer Hauptanliegen sein, für das jetzige Leben zu sorgen, sondern bemüht euch um geistliche Speise, um Weisheit, die bis zum ewigen Leben bestehen bleibt. Allein der Sohn Gottes kann dies schenken, »denn ihn hat Gott, der Vater, als seinen Gesandten bestätigt« (Johannes 6,27b GNB). Augenblicklich war das Interesse der Hörer geweckt. Sie riefen: »Was sollen wir denn nach dem Willen Gottes tun?« (Johannes 6,28 NLB) Sie hatten viele mühsame Leistungen erbracht, um sich vor Gott angenehm zu machen. Bereitwillig hätten sie jeder neuen Vorschrift zugestimmt, durch die sie sich ein größeres Verdienst hätten sichern können. Ihre eigentliche Frage war: Was sollen wir tun, damit wir uns den Himmel verdienen können? Welchen Preis müssen wir bezahlen, um das künftige Leben zu erlangen? Jesus erklärte ihnen: »Dies ist der Wille Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.« (Johannes 6,29 NLB) Der Preis für den Himmel ist Jesus. Der Weg zum Himmel geht über den Glauben an »Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt« (Johannes 1,29b). Doch die Menschen wollten diese göttliche Wahrheit nicht annehmen. Jesus hatte genau das getan, was die Weissagungen über die Taten des Messias vorausgesagt hatten. Aber die Menschen vermissten, was sie sich in ihren selbstsüchtigen Hoffnungen als seine Aufgabe vorgestellt hatten. Zwar hatte Christus die Menge einmal mit Gerstenbroten gesättigt. Doch als Mose lebte, wurde Israel 40 Jahre lang mit Manna versorgt. Vom Messias erwartete man noch viel größere Segnungen. In ihren Herzen unzufrieden, fragten sie sich: ›Wenn Jesus so viele wundersame Werke vollbringen konnte, deren Zeugen wir geworden sind, warum konnte er dann nicht seinem ganzen Volk Gesundheit, Kraft und Reichtum schenken, es von seinen Unterdrückern befreien und ihm zu Macht und Ehre verhelfen?‹ Die Tatsache, dass sich Jesus als der Gesandte Gottes ausgab, es aber ablehnte, Israels König zu sein, war ein Geheimnis, das sie nicht ergründen konnten. Seine Ablehnung wurde falsch gedeutet. Viele kamen zum Schluss, er werde es nicht wagen, seine Ansprüche geltend zu machen, weil er selbst am göttlichen Charakter seiner Sendung zweifelte. Dadurch öffneten sie ihr Herz dem Unglauben, und die Saat, die Satan ausgestreut hatte, trug entsprechende Früchte: Missverständnisse und Abfall. Halb spöttisch fragte ein Schriftgelehrter: »Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du? Unsere Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht (Psalm 78,24): ›Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.‹« (Johannes 6,30.31)

Die Juden verehrten Mose als den Geber des Manna. Damit priesen sie das Werkzeug, verloren aber den, der das Wunder vollbracht hatte, aus den Augen. Ihre Väter hatten gegen Mose gemurrt und dessen göttlichen Auftrag angezweifelt und geleugnet. Mit derselben Einstellung verwarfen nun ihre Nachkommen den, der ihnen die Botschaft Gottes überbrachte. Jesus erklärte ihnen nun: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben.« (Johannes 6,32) Der Geber des Manna war nämlich mitten unter ihnen. Christus selbst hatte die Israeliten durch die Wüste geführt und sie täglich mit dem Brot des Himmels versorgt. Diese Speise war ein Sinnbild für das eigentliche Himmelsbrot. Das wahre Manna ist der lebenspendende Geist, der von der unendlichen Fülle Gottes ausgeht. Jesus sagte: »Das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.« (Johannes 6,33 Elb.) Einige Zuhörer dachten immer noch, Jesus weise auf irdische Nahrung hin. Darum riefen sie aus: »Herr, gib uns allezeit solches Brot.« Darauf erwiderte Jesus deutlich: »Ich bin das Brot des Lebens.« (Johannes 6,34.35a) Das Bild, das Jesus gebrauchte, war den Juden vertraut. Schon Mose hatte unter der Inspiration des Heiligen Geistes den Israeliten gesagt, »dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn geht« (5. Mose 8,3b). Und beim Propheten Jeremia heißt es: »Dein Wort ward meine Speise, sooft ich‘s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.« (Jeremia 15,16a) Die Rabbiner gebrauchten ein Sprichwort, das besagte, dass die geistliche Bedeutung des Brotessens das Studium des Gesetzes und das Vollbringen guter Werke sei. Oft wurde gesagt, dass bei der Ankunft des Messias ganz Israel gespeist würde. Die Lehre der Propheten offenbarte die tiefe geistliche Bedeutung des Brotwunders, und diese Lehre wollte Christus seinen Zuhörern in der Synagoge vermitteln. Hätten sie die heiligen Schriften verstanden, hätten sie auch seine Worte begreifen können, als er zu ihnen sagte: »Ich bin das Brot des Lebens.« (Johannes 6,35a) Es war nur ein Tag vergangen, seit er der hungrigen und müden Volksmenge Brot zu essen gegeben hatte. So wie sie durch dieses Brot körperlich gekräftigt und neu belebt worden waren, hätten sie von Christus geistliche Kraft zum ewigen Leben erhalten können. Er fuhr deshalb fort: »Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.« Aber er fügte auch hinzu: »Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht.« (Johannes 6,35.36)

Sie hatten Christus durch das Zeugnis des Heiligen Geistes und durch die persönliche Offenbarung Gottes in ihren Herzen »gesehen«. Tag für Tag hatten sie den lebendigen Beweis seiner Macht vor Augen gehabt. Trotzdem verlangten sie nach einem weiteren Zeichen. Wäre ihr Wunsch erfüllt worden, hätten sie wie zuvor in ihrem Unglauben verharrt. Hatte das bisher Gesehene und Gehörte sie nicht überzeugen können, wären auch weitere großartige Taten zwecklos gewesen. Der Unglaube wird immer einen Vorwand zum Zweifeln finden und den eindeutigsten Beweis wegdiskutieren. Noch einmal appellierte Jesus an die verstockten Herzen: »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.« (Johannes 6,37b) Alle, die ihn im Glauben annehmen, so versicherte er, werden das ewige Leben haben. Nicht ein Einziger werde verloren gehen. Weder die Pharisäer noch die Sadduzäer brauchten sich weiterhin über das künftige Leben zu streiten. Und niemand brauchte mehr in hoffnungslosem Leid um seine Toten zu trauern. »Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.« (Johannes 6,40) Aber die Führer des Volkes waren gekränkt und sagten: »Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wieso spricht er dann: Ich bin vom Himmel gekommen?« (Johannes 6,42). Durch ihren verächtlichen Hinweis auf seine niedrige Herkunft versuchten sie Vorurteile zu wecken. Voller Verachtung spielten sie auf sein Leben als galiläischer Arbeiter und auf seine arme und einfache Familie an. Die Behauptungen dieses ungebildeten Zimmermanns – so sagten sie – seien es nicht wert, von ihnen beachtet zu werden. Wegen seiner geheimnisvollen Geburt unterstellten sie ihm, er habe eine zweifelhafte Herkunft. Auf diese Weise stellten sie die Umstände, die zu seiner Geburt geführt hatten, als Schandfleck in seinem Leben dar. Jesus versuchte nicht, das Geheimnis seiner Geburt zu erklären. Er beantwortete keine ihrer Fragen hinsichtlich seiner himmlischen Herkunft. Genauso wenig antwortete er auf die Frage in Bezug auf die Überquerung des Sees. Er lenkte die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer nicht auf die Wunder, die sein Leben prägten. Freiwillig hatte er auf hohes Ansehen verzichtet und stattdessen Knechtsgestalt angenommen. Aber seine Worte und Taten offenbarten seinen Charakter. Alle, die ein offenes Herz für die göttliche Erleuchtung hatten, erkannten in ihm »den einzigen Sohn vom Vater, voll Gnade und Wahrheit« (Johannes 1,14b EÜ). Die Vorurteile der Pharisäer waren tiefgründiger, als ihre Fragen erkennen ließen. Sie wurzelten in der Verdorbenheit ihres Herzens. Jedes Wort und jede Tat von Jesus erregte ihre Feindseligkeit, denn der Geist, den sie hegten, ließ sich von ihm in keiner Weise beeinflussen. »Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. In den Propheten steht geschrieben: Und sie werden alle von Gott gelehrt sein; jeder, der auf den Vater gehört und von ihm gelernt hat, kommt zu mir.« (Johannes 6,44.45 ZÜ) Nur derjenige kann zu Christus kommen, der sich von der Liebe des Vaters anziehen lässt. Doch Gott zieht alle Herzen zu sich. Nur wer sich seinem Werben widersetzt, wird sich weigern, zu Christus zu kommen. Mit den Worten: »Sie werden alle von Gott gelehrt sein« (Johannes 6,45b ZÜ) bezog sich Jesus auf die Weissagung Jesajas: »Alle deine Kinder werden von dem Herrn gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.« (Jesaja 54,13 Elb.) Dieses Schriftwort, so dachten die Juden, treffe auf sie zu. Sie rühmten sich damit, dass Gott ihr Lehrer sei. Jesus aber zeigte ihnen, wie vergeblich dieser Anspruch war, denn er sagte: »Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.« (Johannes 6,45b Elb.) Nur durch Christus konnten sie den Vater erkennen. Kein Mensch hätte den Anblick seiner Herrlichkeit ertragen können. Wer von Gott gelernt hatte, hatte auf die Stimme seines Sohnes gehört, und in Jesus von Nazareth würde er den erkennen, der durch die Natur und die Offenbarung den Vater bekanntmachte. »Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.« (Johannes 6,47 ZÜ) Durch Johannes, den Lieblingsjünger, der diesen Worten zugehört hatte, erklärte der Heilige Geist den Gemeinden: »Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben.« (1. Johannes 5,11.12a) Jesus versprach: »Ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.« (Johannes 6,44b) Christus wurde eins mit uns im Fleisch, damit wir im Geist mit ihm eins werden. Dank dieser Einheit werden wir einmal aus unserem Grab hervorkommen. Dies wird nicht bloß ein Machtbeweis von Christus sein, sondern ein Zeichen dafür, dass sein Leben durch den Glauben zum unsrigen geworden ist. Wer den wahren Charakter von Christus erkennt und ihn in seinem Herzen aufnimmt, hat das ewige Leben. Durch den Heiligen Geist wohnt Christus in uns. Gottes Geist, den wir durch den Glauben in unser Herz aufgenommen haben, ist der Beginn des ewigen Lebens. Das Volk hatte Christus auf das Manna hingewiesen, welches ihre Väter in der Wüste gegessen hatten, als wäre dies ein größeres Wunder gewesen als jenes, das Jesus für sie vollbracht hatte. Er aber zeigte, wie gering diese Gabe im Vergleich zu den Segnungen war, die zu schenken er gekommen war. Das Manna konnte nur das irdische Leben erhalten. Es konnte weder den Tod verhindern noch Unsterblichkeit verleihen. Das Himmelsbrot dagegen ernährt den Menschen geistlich bis zum ewigen Leben. Darum sagte Jesus: »Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.« (Johannes 6,48-51) Diesem Bild fügte Christus noch ein weiteres hinzu. Nur durch sein Sterben konnte er den Menschen ewiges Leben schenken. Mit den folgenden Worten wies er auf seinen Tod hin, der das einzige Mittel zur Erlösung ist, und sagte: »Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.« (Johannes 6,51b)

Die Juden bereiteten sich gerade auf das Passafest in Jerusalem vor. Sie feierten es zur Erinnerung an die Nacht der Befreiung des Volkes Israel, als der Todesengel die Häuser der Ägypter schlug. Gott wollte, dass sie im Passalamm das Lamm Gottes sehen und durch dieses Sinnbild den Einen annehmen, der sich selbst für das Leben der Welt hingab. Für die Juden aber war das Symbol zum Allerwichtigsten geworden, während dessen eigentliche Bedeutung unbeachtet blieb. Darum erkannten sie nicht, dass es um den Leib des Herrn ging. Dieselbe Wahrheit, die durch den Passadienst symbolisch zum Ausdruck kam, wurde auch von Jesus gelehrt. Aber sie blieb trotzdem unverstanden. Nun riefen die Rabbiner verärgert: »Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?« (Johannes 6,52) Sie taten so, als würden sie seine Worte genauso wörtlich nehmen wie Nikodemus, als er fragte: »Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?« (Johannes 3,4a) Teilweise verstanden sie die Bedeutung dessen, was Jesus sagte, doch sie wollten es nicht zugeben. Indem sie seine Worte falsch auslegten, hofften sie, das Volk mit einem Vorurteil ihm gegenüber zu beeinflussen. Christus schwächte seine symbolische Darstellung nicht ab. Er wiederholte die Wahrheit mit noch deutlicheren Worten: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tag auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.« (Johannes 6,53-56) Das Fleisch von Christus zu essen und sein Blut zu trinken bedeutet, ihn als persönlichen Erlöser anzunehmen und daran zu glauben, dass er unsere Sünden vergibt und wir in ihm vollkommen sind. Indem wir seine Liebe betrachten, über sie nachdenken und sie wie einen Trank in uns aufnehmen, werden wir zu Teilhabern seiner Natur. Was Nahrung für den Körper bedeutet, muss Christus für unsere Seele sein. Die Nahrung nützt uns nichts, wenn wir sie nicht essen und sie nicht ein Teil von uns wird. Genauso wertlos ist Christus für uns, wenn er nicht unser persönlicher Erlöser ist. Theoretisches Wissen allein wird uns nichts nützen. Wir müssen uns von ihm ernähren, ihn in uns aufnehmen, damit sein Leben zu unserem Leben wird. Wir müssen uns seine Liebe und Gnade aneignen. Doch auch diese Bilder können das Vorrecht des gläubigen Menschen, der eine Beziehung zu Christus hat, nur ungenügend beschreiben. Christus sagte: »Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen.« (Johannes 6,57) Wie der Sohn Gottes durch seinen Glauben an den Vater lebte, so sollen auch wir durch den Glauben an Christus leben. Jesus war so völlig dem Willen Gottes ergeben, dass allein der Vater in seinem Leben sichtbar wurde. Obwohl vom Bösen umgeben und in allen Dingen versucht wie wir, stand er makellos vor der Welt da. So sollen auch wir überwinden, wie Christus überwunden hat. Bist du ein Nachfolger von Christus? Dann ist alles, was über das geistliche Leben geschrieben steht, für dich geschrieben. Du kannst es erlangen, wenn du dich mit Jesus verbindest. Lässt dein Eifer nach? Ist deine erste Liebe erkaltet? Dann nimm aufs Neue die Liebe an, die Christus dir anbietet. Iss sein Fleisch und trink sein Blut, und du wirst mit dem Vater und dem Sohn eins werden. Die ungläubigen Juden wollten die Aussagen von Jesus nur wortwörtlich verstehen. Das Zeremonialgesetz verbot ihnen, Blut zu trinken. Nun bezeich- neten sie diese Worte, über die sie sich untereinander stritten, als gotteslästerlich. Viele und sogar einige Jünger sagten: »Das ist ungeheuerlich. Wie kann man das glauben?« (Johannes 6,60 NLB) »Jesus wusste, dass seine Jünger sich über seine Worte aufregten; deshalb sagte er zu ihnen: ›Nehmt ihr daran Anstoß? Was werdet ihr dann erst denken, wenn ihr den Menschensohn wieder in den Himmel zurückkehren seht? Es ist der Geist, der lebendig macht. Das Fleisch hat keine Macht. Die Worte aber, die ich euch gesagt habe, sind Geist und Leben.‹« (Johannes 6,61-63 NLB)

Das Leben von Christus, das der Welt Leben schenkt, finden wir in seinem Wort. Durch sein Wort heilte Jesus Kranke und trieb Dämonen aus. Auf sein Wort hin wurde der Sturm gestillt, und Tote wurden auferweckt. Die Menschen bezeugten, dass sein Wort Kraft besaß. Er redete Gottes Wort, so wie er es auch durch die Propheten und Lehrer des Alten Testaments getan hatte. Die ganze Bibel ist eine Offenbarung von Christus, und der Erlöser wollte den Glauben seiner Nachfolger am Wort festmachen. Wenn sie einst auf seine sichtbare Gegenwart verzichten müssten, wäre allein sein Wort ihre Kraftquelle. Wie ihr Herr sollten auch sie leben »von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht« (Matthäus 4,4b; vgl. 5. Mose 8,3). Wie die Nahrung unseren Körper erhält, so erhält Gottes Wort unser geistliches Leben. Jeder Mensch soll für sich selbst das Leben aus Gottes Wort empfangen. So wie wir selbst essen müssen, um die notwendigen Nährstoffe zu erhalten, müssen wir auch selbst sein Wort in uns aufnehmen. Wir dürfen es nicht nur durch die Gedanken eines anderen entgegennehmen. Wir sollten die Bibel sorgfältig studieren und Gott um die Hilfe des Heiligen Geistes bitten, damit wir sein Wort verstehen können. Wir sollten uns einen Vers vornehmen und uns ernsthaft darauf konzentrieren, den Gedanken zu erfassen, den Gott für uns dort hineingelegt hat. Bei diesem Gedanken sollten wir so lange verweilen, bis er zu unserem eigenen wird und wir wissen, was der Herr sagt. Mit seinen Verheißungen und Warnungen wendet sich Jesus ganz persönlich an mich. Gott liebte die Welt so sehr, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit auch ich an ihn glaube und nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe (vgl. Johannes 3,16). Die in Gottes Wort aufgeführten Erfahrungen müssen meine Erfahrungen sein. Gebet und Verheißung, Gebot und Warnung betreffen mich persönlich. »Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.« (Galater 2,19b.20 Elb.) Wenn wir die Grundsätze der Wahrheit im Glauben erfassen und in uns aufnehmen, werden sie Teil unseres Seins und Antriebskraft für unser Leben. Haben wir Gottes Wort in uns aufgenommen, formt es die Gedanken und wirkt sich auf die Entwicklung unseres Charakters aus. Wenn wir im Glauben beständig auf Jesus schauen, werden wir gestärkt. Gott wird seinem Volk, das sich nach ihm sehnt, kostbare Offenbarungen zuteilwerden lassen. Die Gläubigen werden feststellen, dass Christus ein persönlicher Erlöser ist. Wenn sie aus seinem Wort geistliche Nahrung schöpfen, werden sie entdecken, dass es Geist und Leben ist. Das Wort zerstört ihre natürliche, irdische Natur und verleiht ihnen ein neues Leben in Jesus Christus. Der Heilige Geist kommt als Beistand zu den Menschen. Durch die umwandelnde Macht seiner Gnade wird das Bild Gottes in seinen Nachfolgern wiederhergestellt; sie werden zu einer »neuen Schöpfung« (2. Korinther 5,17b Elb.). Liebe verdrängt den Hass, und das Herz wird dem göttlichen ähnlich. Dies bedeutet, »von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht«, zu leben. (Matthäus 4,4b) Auf diese Weise essen wir das Brot, das vom Himmel herabkommt. Christus hatte damit eine heilige und ewige Wahrheit über die Beziehung zwischen ihm und seinen Nachfolgern ausgesprochen. Er kannte den Charakter jener, die behaupteten, seine Jünger zu sein. Seine Worte stellten ihren Glauben auf die Probe. Er ließ sie wissen, dass sie seinen Lehren glauben und auch danach leben sollten. Alle, die ihn annähmen, würden Teilhaber seiner Natur und seinem Wesen ähnlich werden. Dies bedeutete auch, auf langgehegte Träume zu verzichten. Es verlangte eine völlige Übergabe an Christus. Sie waren dazu aufgerufen, sich aufzuopfern und demütig und bescheiden zu sein. Wollten sie an der Gabe des ewigen Lebens und der Herrlichkeit des Himmels teilhaben, mussten sie den schmalen Weg beschreiten, den der Mann von Golgatha ging.

Diese Prüfung war zu schwer. Die Begeisterung derer, die ihn mit Gewalt zum König erheben wollten, ebbte ab. Diese Rede in der Synagoge, so erklärten sie, habe ihnen die Augen geöffnet. Nun seien sie aufgeklärt. Ihrer Meinung nach waren seine Worte ein offenes Bekenntnis, dass er nicht der Messias war. Eine Verbindung mit ihm würde keinen irdischen Vorteil bringen. Seine wunderwirkende Kraft hatten sie gern in Anspruch genommen, und sie wollten von Krankheit und Leid befreit werden. Doch mit seinem selbstlosen, aufopfernden Leben wollten sie nichts zu tun haben. Sie kümmerten sich auch nicht um das geheimnisvolle, geistliche Reich, von dem er sprach. Die unaufrichtigen und selbstsüchtigen Menschen, die ihn aufgesucht hatten, wollten nichts mehr von ihm wissen. Wenn er seine Macht und seinen Einfluss nicht dazu verwenden würde, sie von den Römern zu befreien, wollten sie nichts mehr mit ihm zu tun haben. Jesus machte ihnen deutlich: »Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht … darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.« (Johannes 6,64.65) Er wünschte sich, sie würden verstehen, dass, wenn sie sich nicht zu ihm hingezogen fühlen, es daran liegt, dass sie ihre Herzen dem Heiligen Geist nicht öffneten: »Menschen, die Gott nicht kennen, können den Geist Gottes jedoch nicht verstehen. In ihren Ohren klingt alles unsinnig, denn nur die, die der Geist leitet, verstehen, was der Geist meint.« (1. Korinther 2,14 NLB) Durch den Glauben erblickt der Mensch die Herrlichkeit von Jesus. Diese Herrlichkeit bleibt so lange verborgen, bis der Heilige Geist den Glauben im Herzen entfacht. Durch den öffentlichen Tadel ihres Unglaubens entfernten sich diese Jünger noch mehr von Jesus. Sie waren sehr verärgert und wollten Jesus kränken, um den gottlosen Pharisäern damit eine Freude zu bereiten. So »wandten sich viele seiner Jünger ab« (Johannes 6,66a) und verließen ihn voller Verachtung. Sie hatten sich für die Form ohne Geist und die Hülse ohne Kern entschieden. Ihre Entscheidung machten sie nie mehr rückgängig, denn sie gingen nicht mehr mit Jesus. Die Schaufel »ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln« (Matthäus 3,12a Elb.). Dies bezieht sich auf eine Zeit der Reinigung. Durch die Worte der Wahrheit wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Viele wandten sich von Jesus ab, weil sie zu eitel und zu selbstgerecht waren, um eine Belehrung anzunehmen. Sie liebten die Welt zu sehr, als dass sie bereit gewesen wären, ein Leben der Demut auf sich zu nehmen. Auch heute verhalten sich viele Menschen so. Wie jene Jünger in der Synagoge von Kapernaum werden auch heute Menschen geprüft. Findet die Wahrheit Eingang in ihre Herzen, erkennen sie, dass ihr Leben nicht mit Gottes Willen übereinstimmt. Sie verspüren die Notwendigkeit einer vollständigen Veränderung, sind aber nicht bereit, dieses Werk der Selbstverleugnung auf sich zu nehmen. Darum sind sie ungehalten, wenn ihre Sünden aufgedeckt werden. So wie viele Jünger Jesus damals verließen, gehen auch sie beleidigt weg und murren: »Das ist ungeheuerlich. Wie kann man das glauben?« (Johannes 6,60 NLB) Lob und Schmeichelei wären ihnen angenehm, aber die Wahrheit ist ihnen nicht willkommen. Sie können sie nicht ertragen. Wenn die große Menge folgt, die Massen gespeist werden und Siegesrufe ertönen, dann loben auch sie mit lauter Stimme. Offenbart der prüfende Geist Gottes jedoch ihre Sünden und fordert sie auf, diese zu unterlassen, wenden sie sich von der Wahrheit ab und gehen nicht mehr mit Jesus. Als die unzufriedenen Jünger Jesus verließen, nahm ein anderer Geist von ihnen Besitz. Obwohl sie einmal von ihm so begeistert gewesen waren, konnten sie nun nichts Anziehendes mehr an ihm finden. Stattdessen suchten sie seine Feinde auf, weil deren Denken und Handeln mit dem ihren übereinstimmte. Sie legten seine Worte und Anweisungen falsch aus und fochten seine Beweggründe an. Ihre Sicht der Dinge untermauerten sie dadurch, dass sie alles sammelten, was sich gegen Jesus verwenden ließ. Diese falschen Berichte lösten eine derartige Entrüstung aus, dass sein Leben in Gefahr stand. Rasch verbreitete sich die Nachricht, Jesus aus Nazareth habe selbst zugegeben, nicht der Messias zu sein. Und so wandte sich die öffentliche Meinung in Galiläa gegen ihn, wie es ein Jahr zuvor in Judäa geschehen war. Was für ein Leid für Israel! Sie verwarfen ihren Erlöser, weil sie sich nach einem Eroberer sehnten, der ihnen irdische Macht verleihen würde. Sie wünschten sich eine vergängliche Speise und nicht eine, »die für das ewige Leben vorhält« (Johannes 6,27b GNB). Mit betrübtem Herzen sah Jesus, wie sich viele seiner Nachfolger von ihm, dem »Leben« und »Licht der Menschen« (Johannes 1,4), abwandten. Die Gewissheit, dass sein Erbarmen verkannt, seine Liebe und Gnade verschmäht und seine Erlösung abgelehnt wurde, erfüllte ihn mit unbeschreiblichem Schmerz. Solche Ereignisse wie diese machten ihn zu einem »Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut«. (Jesaja 53,3b Elb.) Ohne zu versuchen, jene, die ihn verließen, daran zu hindern, wandte sich Jesus an die Zwölf mit der Frage: »Werdet ihr auch weggehen?« (Johannes 6,67 NLB) Petrus antwortete: »Herr, zu wem sollten wir gehen? Nur du hast Worte, die ewiges Leben schenken.« Und er fügte hinzu: »Wir glauben und haben erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.« (Johannes 6,68.69 NLB)

»Zu wem sollten wir gehen?« Die Lehrer in Israel waren Sklaven des Formalismus. Die Pharisäer und Sadduzäer standen in einer ständigen Auseinandersetzung. Jesus zu verlassen bedeutete, unter die Verfechter der Riten und Bräuche zu gehen und unter ehrgeizige Männer zu fallen, die ihre eigene Ehre suchten. Seitdem die Jünger Christus angenommen hatten, waren sie viel mehr mit Frieden und Freude erfüllt als je zuvor in ihrem Leben. Wie konnten sie zu jenen zurückgehen, die den Freund der Sünder verachteten und verfolgten? Lange hatten sie nach dem Messias Ausschau gehalten. Nun war er gekommen, und sie konnten sich nicht von ihm abwenden, um sich denen anzuschließen, die ihm nach dem Leben trachteten und ihnen nachstellten, weil sie seine Nachfolger waren. »Zu wem sollten wir gehen?« Niemals weg von dem, was Christus lehrte. Niemals weg von seinen Unterweisungen über Liebe und Gnade und hin zur Finsternis des Unglaubens und der Bosheit der Welt. Während Christus von vielen verlassen wurde, die Zeugen seiner wunderbaren Werke gewesen waren, drückte Petrus den Glauben der Jünger mit den Worten aus: »Du bist der Heilige Gottes.« Allein der Gedanke, diesen Anker ihres Lebens zu verlieren, erfüllte sie mit Angst und Schmerz. Keinen Erlöser zu haben bedeutete, in der Dunkelheit auf dem stürmischen See zu treiben. Viele Worte und Taten von Jesus erscheinen dem begrenzten Verstand fremd. Jedes Wort und jede Tat hatte jedoch einen ganz bestimmten Zweck im Werk der Erlösung. Sie alle waren dazu gedacht, ihr eigenes Ergebnis hervorzubringen. Könnten wir seine Absichten verstehen, würden sich alle seine Worte und Taten als wichtig, vollkommen und im Einklang mit seiner Mission erweisen. Auch wenn wir Gottes Wirken und Wege jetzt nicht verstehen, können wir seine große Liebe erkennen, die seinem Umgang mit uns Menschen zugrunde liegt. Wer mit Jesus lebt, versteht viel vom »Geheimnis des Glaubens« (vgl. 1. Timotheus 3,16). Er wird die Barmherzigkeit erkennen, die Zurechtweisungen erteilt, den Charakter prüft und die Absichten des Herzens ans Licht bringt. Als Jesus diese schwierige Wahrheit vorlegte, die so manche seiner Jünger dazu veranlasste, sich von ihm abzuwenden, wusste er, was die Folge sein würde. Doch er verkündigte eine Botschaft der Gnade. Er sah voraus, dass jeder seiner geliebten Jünger in der Stunde der Versuchung ernsthaft geprüft wird. Sein Todeskampf in Gethsemane, der Verrat und die Kreuzigung würden für sie zur schwersten Prüfung werden. Wären sie nicht schon früher auf die Probe gestellt worden, hätten sich ihnen viele angeschlossen, die sich nur von selbstsüchtigen Beweggründen treiben ließen. Als ihr Herr in der Gerichtshalle verurteilt wurde und ihn das Volk, das ihn freudig als seinen König begrüßt hatte, schmähte und beschimpfte, als die spottende Menge »Kreuzige ihn!« rief, weil ihr weltlicher Ehrgeiz enttäuscht worden war, hätten diese ichbezogenen Anhänger durch ihre Abkehr von Christus den Jüngern ein weiteres bitteres und herzzerbrechendes Leid zugefügt. Und das zusätzlich zu ihrem Kummer und ihrer Enttäuschung über den Untergang ihrer größten Hoffnungen! In jener dunklen Stunde hätte das Beispiel derer, die sich von ihm abwandten, andere mitreißen können. Doch Jesus hatte diese Krise herbeigeführt, als er den Glauben seiner wahren Nachfolger noch durch seine persönliche Gegenwart stärken konnte. Als mitleidsvoller Erlöser, der genau wusste, welches Schicksal ihn erwartete, ebnete er seinen Jüngern liebevoll den Weg, bereitete sie auf ihre größte Anfechtung vor und stärkte sie für die letzte Prüfung!

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