Google+
Startseite Schritte ins Leben Wie erhalte ich wahres Leben? Weihe und Hingabe
Beitragsseiten
Weihe und Hingabe
Weite auf: Seite 2 von 2
Alle Seiten

Weihe und Hingabe

Der Herr verheißt: "So ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen." (Jeremia 29,13.14) Unser ganzes Herz muss sich vor Gott demütigen, sonst kann der Wechsel nicht eintreten, der uns in den Zustand der Gottähnlichkeit zurückversetzt. Unser sündhaftes Wesen hat uns Gott entfremdet. (Epheser 4,18) Der Heilige Geist schildert diesen Zustand treffend mit den Worten: "... da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden." (Epheser 2,1) "Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist matt. Von der Fußsohle bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm." (Jesaja 1,5.6) Satan hält uns in seinen Schlingen, in denen wir "gefangen sind zu seinem Willen". (2.Timotheus 2,26) Gott will uns befreien. Das erfordert aber eine vollständige Umbildung und Erneuerung unseres Wesens, darum müssen wir uns dem Herrn ganz hingeben. Der Kampf gegen das eigene Ich ist der gewaltigste, der je ausgefochten wurde. Die Hingabe des Ichs, die Unterstellung der ganzen Persönlichkeit unter den Willen Gottes erfordert große Anstrengungen; aber der Mensch muss sich vor dem Herrn demütigen, ehe er in Heiligkeit wiedergeboren werden kann. Gottes Herrschaft ist nicht auf blinde Unterwerfung oder auf gedankenlosen Zwang gegründet, obgleich Satan uns dies glauben machen möchte. Nein, er wendet sich an Vernunft und Gewissen. "So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der Herr" (Jesaja 1,18), lautet die Einladung des Schöpfers an die Menschen; er will sie nicht zwingen. Gott kann keine Huldigung von uns annehmen, die wir ihm nicht aus freiem Bewusstsein darbringen. Eine erzwungene Unterordnung würde die wirkliche Ausbildung des Verstandes und Willens hindern; sie würde uns zum bloßen Triebwerk herabwürdigen. Das ist aber nicht die Absicht des Schöpfers. Sein Wunsch ist es, dass der Mensch, die Krone der Schöpfung, die höchste Stufe der Entwicklung erreiche. Er stellt uns die herrlichsten Segnungen in Aussicht, deren wir nur durch seine Gnade teilhaftig werden. Er lädt uns ein, ihm unser Ich zu geben, damit er sein Werk in uns vollbringen kann.

An uns liegt es also, die Wahl zu treffen zwischen der steten Knechtschaft der Sünde und der wunderbaren Freiheit der Kinder Gottes. In unserer Hingabe an den Allwaltenden müssen wir natürlich alles das aufgeben, was uns von ihm trennt. Deshalb sagt auch der Heiland: "Ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein." (Lukas 14,33) Wir müssen alles lassen, was unsere Herzen von Gott wegzieht. Reichtum ist der Götze vieler Menschen. Die Liebe zum Geld und das Verlangen nach Reichtum sind die goldenen Ketten, durch die sie an Satan gefesselt werden. Andere halten sehr auf guten Ruf und weltliche Ehre. Für andere wieder sind selbstgefällige Ruhe und Freiheit von irgendwelcher Verantwortung erstrebenswerte Ziele. Aber diese Sklavenbande müssen gelöst werden. Wir können nicht halb Gott und halb der Welt angehören; entweder wir sind Gottes Kind nicht, oder wir sind es ganz (Matthäus 6,24; Josua 24,15). Viele Menschen geben vor, ihm zu dienen. Aber bei ihrem Streben, seinem Gesetz gehorsam zu sein, in sich ein rechtschaffenes Wesen zu bilden und einst selig zu werden, verlassen sie sich auf ihre eigene Kraft. Ihre Herzen sind noch nicht von der tiefen Liebe Christi gerührt; aber sie suchen die ihnen von Gott auferlegten Pflichten zu erfüllen, um den Himmel zu gewinnen. Ein solcher Gottesdienst ist jedoch ohne jeglichen Wert. Hat Christus jedoch Einzug in unsere Herzen gehalten, dann werden sie so erfüllt mit seiner Liebe, mit der Freude an seiner Gemeinschaft, dass eine Trennung unmöglich ist. Im Aufblick zu ihm vergessen wir uns selbst.

Die Liebe Christi wird zur Quelle unserer Tätigkeit. Haben wir erst etwas von der innigen Liebe des Allwaltenden in unsern Herzen verspürt, dann fragen wir nicht danach, wie gering das Maß für die Erfüllung der Gebote Gottes sein darf; dann begnügen wir uns nicht mit der niedrigsten Stufe, sondern streben nach vollkommener Übereinstimmung mit dem Willen unseres Erlösers. Wir trachten ernstlich danach, wir opfern willig alles und zeigen eine Teilnahme, die der in Aussicht gestellten Herrlichkeit entspricht. Ein Bekenntnis auf den Namen Christi ohne tiefe Liebe zu ihm ist nur ein leeres Geschwätz, nichts als eine bloße Form, ein schweres, knechtisches Joch. Glauben wir, es sei ein allzu großes Opfer, alles dem Herrn zu überlassen?



Weitersagen
Wer ist online?
Wir haben 77 Gäste online
Besucher
Gesamt775851

jbc vcounter