Google+
Startseite Der laute Ruf Die dritte Engelsbotschaft Die Bestrebungen des Tieres
Beitragsseiten
Die Bestrebungen des Tieres
Weiter auf: Seite 2 von 9
Weiter auf: Seite 3 von 9
Weiter auf: Seite 4 von 9
Weiter auf: Seite 5 von 9
Weiter auf: Seite 6 von 9
Weiter auf: Seite 7 von 9
Weiter auf: Seite 8 von 9
Weiter auf: Seite 9 von 9
Alle Seiten

Die Bestrebungen des Tieres

Der Katholizismus wird gegenwärtig von den Protestanten viel günstiger angesehen als in früheren Jahren. In den Ländern, wo der Katholizismus nicht im Zunehmen begriffen ist und die Päpstlichen eine versöhnende Haltung einnehmen, um Einfluss zu gewinnen, herrscht eine wachsende Gleichgültigkeit über die Lehren, die die protestantischen Kirchen von der päpstlichen Hierarchie trennen. Die Ansicht setzt sich immer mehr durch, dass wir in den wichtigsten Punkten nicht so weit auseinandergehen, wie vermutet wurde, und dass ein kleines Zugeständnis unsererseits uns in ein besseres Verhältnis mit Rom bringen werde. Es gab eine Zeit, da die Protestanten einen hohen Wert auf die Gewissensfreiheit legten, welche so teuer erkauft worden war. Sie lehrten ihre Kinder, das Papsttum zu verabscheuen und waren der Ansicht, dass ein Streben nach Übereinstimmung mit Rom der Untreue gegen Gott gleichkäme. Aber wie weit weicht die Gesinnung davon ab, die sich heute kundtut!
Die Verteidiger des Papsttums erklären, dass ihre Kirche verleumdet worden sei; und die protestantische Welt ist geneigt, diese Erklärung anzunehmen. Viele machen geltend, dass es ungerecht sei, die römische Kirche der Neuzeit nach den Greueln und Ungerechtigkeiten zu richten, die ihre Herrschaft während der Jahrhunderte der Unwissenheit und der Finsternis kennzeichneten. Sie entschuldigen ihre entsetzliche Grausamkeit mit der Roheit der Zeiten und behaupten, dass die Einflüsse der modernen Zivilisation ihre Gesinnung gewandelt hätten.
Haben diese Leute den Anspruch auf Unfehlbarkeit vergessen, der 800 Jahre lang von dieser anmaßenden Macht geltend gemacht wurde? Weit davon entfernt, diesen Anspruch fahren zu lassen, wurde er im 19. Jahrhundert mit größerer Bestimmtheit als je zuvor bestätigt. Wenn Rom behauptet, dass die Kirche nie geirrt habe und nie irren könne (Mosheim, Inst. Hist. Eccl., 3. Buch, 1. Jahrh., 2. Abschn., Sek. 9, Anm.: Dictates Hildebrandt), wie kann es sich dann von den Grundsätzen lossagen, die sein Verhalten in vergangenen Zeiten bestimmten?

Die päpstliche Kirche wird ihren Anspruch auf Unfehlbarkeit nie aufgeben. Sie besteht darauf, in allem, was sie in ihren Verfolgungen gegen die, die ihre Glaubenssätze verwarfen, getan hat, recht gehandelt zu haben; und würde sie nicht die gleichen Taten wiederholen, falls sich die Gelegenheit dazu bieten sollte? Würden die jetzt von weltlichen Mächten auferlegten Schranken beseitigt und würde Rom wieder in seine frühere Macht eingesetzt werden, dann würde sofort eine Wiederbelebung seiner Gewaltherrschaft und Verfolgung stattfinden.
Ein bekannter Geschichtsschreiber äußert sich über die Stellung der päpstlichen Priesterherrschaft zu der Gewissensfreiheit und den Gefahren, die ganz besonders den Vereinigten Staaten drohen, wenn sie ihre Pläne durchsetzen kann:
"Es gibt viele, die geneigt sind, irgendwelche Furcht vor dem römischen Katholizismus in den Vereinigten Staaten als engherzig oder kindisch hinzustellen. Sie sehen eben in dem Charakter und der Stellung des Romanismus nichts, was unseren freien Einrichtungen gegenüber feindselig sei, oder finden nichts Unheilverkündendes in seinem Wachstum. Wir wollen deshalb zuerst etliche der Hauptgrundsätze unserer Regierung mit denen der katholischen Kirche vergleichen.
Die Verfassung der Vereinigten Staaten sichert Gewissensfreiheit zu. Nichts ist teurer oder wesentlicher. Papst Pius IX. sagte in seiner Enzyklika vom 15. Aug. 1854: 'Die abgeschmackten und irrigen Lehren oder Faseleien zur Verteidigung der Gewissensfreiheit sind ein höchst verderblicher Irrtum -- eine Pest, die vor allem anderen in einem Staat am meisten zu fürchten ist.' Der nämliche Papst spricht in seiner Enzyklika vom 8. Dezember 1864 den Bannfluch aus über 'diejenigen, die die Freiheit des Gewissens und des Glaubens behaupten', wie auch über 'alle solche, die darauf bestehen, daß die Kirche nicht Gewalt üben dürfe.'
Der friedfertige Ton Roms in den Vereinigten Staaten schließt keineswegs eine Sinnesänderung in sich. Es ist duldsam, wo es ohne Hilfe ist. Bischof O'Connor sagt: 'Die Religionsfreiheit wird nur geduldet, bis das Gegenteil durchgesetzt werden kann, ohne die katholische Welt zu gefährden.' ... Der Erzbischof von St. Louis sagte bei einer Gelegenheit: 'Ketzerei und Unglaube sind Verbrechen; und in christlichen Ländern, wie zum Beispiel in Italien und Spanien, wo die ganze Bevölkerung katholisch ist, und wo die katholische Religion einen wesentlichen Teil der Landesgesetze bildet, werden sie wie andere Verbrechen bestraft.' ...
Jeder Kardinal, Erzbischof und Bischof in der katholischen Kirche legt dem Papst den Treueid ab, der folgende Worte enthält: "Ketzer, Schismatiker und Rebellen wider unsern besagten Herrn (den Papst) oder seine vorerwähnten Nachfolger, will ich nach Kräften verfolgen und mich ihnen aufs äußerste widersetzen." (Strong, Dr. Josiah, Our Country, Kap. 5, Abschn. 13.)



Weitersagen
Wer ist online?
Wir haben 102 Gäste online
Besucher
Gesamt775853

jbc vcounter