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Das Allerheiligste
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Das Allerheiligste

Der Gegenstand des Heiligtums war der Schlüssel, zu dem Geheimnis der Enttäuschung vom Jahre 1844. Er eröffnete eine Reihe von Wahrheiten, die harmonisch miteinander verbunden waren und zeigten, dass die Hand Gottes die große Adventbewegung geleitet hatte; auch offenbarten sie die gegenwärtige Aufgabe des Volkes Gottes, indem sie seine Stellung und Pflicht ans Licht brachten. Gleichwie Jesu Jünger nach der schrecklichen Nacht ihres Seelenschmerzes und ihrer Enttäuschung froh wurden, "daß sie den Herrn sahen" (Joh. 20,20), so freuten sich nun die, die im Glauben seiner Wiederkunft entgegengesehen hatten. Sie hatten erwartet, dass er in der Herrlichkeit erscheinen werde, seine Knechte zu belohnen. Als ihre Hoffnungen enttäuscht wurden, hatten sie Jesus aus den Augen verloren und wie Maria am Grabe gerufen: "Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben." Nun sahen sie ihn, ihren mitleidsvollen Hohenpriester, der bald als ihr König und Befreier erscheinen sollte, im Allerheiligsten wieder. Licht aus dem Heiligtum erhellte die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Sie wussten, dass Gott sie in seiner untrüglichen Vorsehung geführt hatte. Wenn sie auch wie die ersten Jünger die Botschaft, die sie selbst verkündigten, nicht verstanden hatten, so war sie doch in jeder Hinsicht richtig gewesen. Durch ihre Verkündigung hatten sie Gottes Absicht erfüllt, und ihre Arbeit war vor dem Herrn nicht vergebens gewesen. "Wiedergeboren ... zu einer lebendigen Hoffnung", freuten sie sich "mit unaussprechlicher und herrlicher Freude".

Sowohl die Weissagung von Daniel 8, 14: "Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden", als auch die erste Engelsbotschaft: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Zeit seines Gerichts ist gekommen", wiesen auf den Dienst Christi im Allerheiligsten, auf das Untersuchungsgericht, und nicht auf das Kommen Christi zur Erlösung seines Volkes und Vernichtung der Gottlosen hin. Der Fehler lag nicht in der Berechnung der prophetischen Zeitangaben, sondern in dem Ereignis, das am Ende der 2300 Tage stattfinden sollte. Durch diesen Irrtum hatten die Gläubigen Enttäuschung erlitten, obwohl sich alles, was durch die Weissagung vorhergesagt war und was sie nach der Schrift erwarten konnten, erfüllt hatte. Zu genau derselben Zeit, als sie den Fehlschlag ihrer Hoffnungen beklagten, hatte das durch die Botschaft vorhergesagte Ereignis stattgefunden, das sich erfüllen musste, ehe der Herr erscheinen konnte, seine Knechte zu belohnen.
Christus war gekommen, nicht wie sie erwartet hatten, auf die Erde, sondern, wie im Schatten angedeutet war, in das Allerheiligste des Tempels Gottes im Himmel. Er wird von dem Propheten Daniel dargestellt, wie er zu dieser Zeit vor den Alten der Tage kommt: "Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte [nicht zur Erde, sondern] zu dem der uralt war, und ward vor ihn gebracht." (Dan. 7, 13)
Dieses Kommen wird uns auch von dem Propheten Maleachi vor Augen geführt: "Und plötzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt! spricht der Herr Zebaoth." (Mal. 3, 1) Das Kommen des Herrn zu seinem Tempel war für seine Kinder etwas Plötzliches, Unerwartetes. Sie suchten ihn dort nicht; sie erwarteten, dass er auf die Erde kommen werde, "mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelium". (2. Thess. 1, 8)

Aber auch sie waren noch nicht bereit, ihrem Herrn zu begegnen. Es sollte noch ein Werk der Vorbereitung für sie ausgeführt werden. Ein Licht musste ihnen leuchten, das ihre Gedanken auf den Tempel Gottes im Himmel richtete, und wenn sie im Glauben ihrem Hohenpriester in seinem Dienst dorthin folgten, sollten ihnen neue Pflichten gezeigt werden. Noch eine Botschaft der Warnung und Belehrung musste der Gemeinde erteilt werden.
Der Prophet sagt: "Wer wird aber den Tag seines Kommens erleiden können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfer bringen in Gerechtigkeit." (Maleachi. 3, 2.3) Die auf Erden leben, wenn die Fürbitte Christi im Heiligtum droben aufhören wird, werden vor den Augen eines heiligen Gottes ohne einen Vermittler bestehen müssen. Ihre Kleider müssen fleckenlos, ihre Charaktere durch das Blut der Besprengung von Sünden gereinigt sein. Durch Gottes Gnade und ihre eigenen fleißigen Anstrengungen müssen sie Sieger sein in dem Kampf mit dem Bösen. Während das Werk des Untersuchungsgerichts im Himmel vor sich geht, während die Sünden reumütiger Gläubiger vom Heiligtum entfernt werden, muss unter dem Volke Gottes auf Erden ein besonderes Werk der Reinigung, des Ablegens der Sünde stattfinden. Dies Werk wird in den Botschaften von Offenbarung 14 deutlich beschrieben.
Nach Vollendung dieses Werkes werden die Nachfolger Christi für sein Erscheinen bereit sein. Dann "wird dem Herrn wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren." (Mal. 3, 4) Dann wird die Gemeinde, die der Herr bei seinem Kommen zu sich nehmen wird, herrlich sein, eine Gemeinde "die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen." (Eph. 5, 27) Dann wird sie hervorbrechen, "wie die Morgenröte, schön wie der Mond, auserwählt wie die Sonne, schrecklich wie die Heerscharen." (Hohel. 6, 10)



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