Google+
Startseite Der laute Ruf Die zweite Engelsbotschaft Babylon ist gefallen
Beitragsseiten
Babylon ist gefallen
Weiter auf: Seite 2 von 7
Weiter auf: Seite 3 von 7
Weiter auf: Seite 4 von 7
Weiter auf: Seite 5 von 7
Weiter auf: Seite 6 von 7
Weiter auf: Seite 7 von 7
Alle Seiten

Babylon ist gefallen

William Miller und seine Mitarbeiter hatten bei der Verkündigung der Wiederkunft Christi den alleinigen Zweck im Auge, ihre Mitmenschen zu einer Vorbereitung auf das Gericht anzuspornen. Sie hatten versucht, vorgebliche Gläubige zur Erkenntnis der wahren Hoffnung der Gemeinde und zur Notwendigkeit einer tieferen christlichen Erfahrung zu erwecken; auch arbeiteten sie darauf hin, die Unbekehrten von ihrer Pflicht, unverzüglicher Buße und Bekehrung zu Gott, zu überzeugen. "Sie machten keine Versuche, irgend jemand zu einer Sekte oder Religionsgemeinschaft zu bekehren, und arbeiteten daher unter allen Gruppen und Sekten, ohne in ihre Organisation und Kirchenzucht einzugreifen."
Miller sagte: "In all meinem Wirken habe ich nie gewünscht oder beabsichtigt, irgendeine Sonderrichtung außerhalb der bestehenden Gemeinschaften hervorzurufen oder eine auf Kosten einer andern zu begünstigen. Ich gedachte, ihnen allen zu nützen. Unter der Voraussetzung, dass alle Christen sich auf das Kommen Jesu freuten, und dass die, die nicht so sehen konnten, wie ich, nichtsdestoweniger jene lieben würden, die diese Lehre annähmen, ahnte ich nicht, daß abgesonderte Versammlungen jemals nötig werden könnten. Mein einziges Ziel war, Seelen zu Gott zu bekehren, der Welt ein kommendes Gericht kundzutun und meine Mitmenschen zu bewegen, jene Vorbereitung des Herzens zu treffen, die sie befähigt, ihrem Gott in Frieden zu begegnen. Die große Mehrheit derer, die unter meinem Wirken bekehrt wurden, vereinigten sich mit den verschiedenen bestehenden Gemeinden." (Bliß, Erinnerungen an Wm. Miller, S. 328.)

Da Millers Werk zum Aufbau der Gemeinden diente, wurde es eine Zeitlang günstig angesehen. Doch als Prediger und religiöse Leiter sich gegen die Adventlehre entschieden und alle Erörterung des Gegenstandes zu unterdrücken wünschten, traten sie nicht nur von der Kanzel aus dagegen auf, sondern gestatteten ihren Mitgliedern auch nicht das Vorrecht, Predigten über die Wiederkunft Christi zu besuchen oder auch nur ihre Hoffnung in den Erbauungsstunden der Gemeinde auszusprechen. So befanden sich die Gläubigen in einer sehr schwierigen Lage. Sie liebten ihre Gemeinden und wollten sich ungern von ihnen trennen; doch als sie sahen, dass das Zeugnis des Wortes Gottes unterdrückt und ihnen das Recht, in den Weissagungen zu forschen, versagt wurde, erkannten sie, dass die Treue gegen Gott ihnen verbot, sich zu fügen. Die das Zeugnis des Wortes Gottes verwarfen, konnten sie nicht als die Gemeinde Christi, als "Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit" (1. Tim3,15) ansehen, und daher fühlten sie sich gerechtfertigt, sich von ihren früheren Verbindungen zu trennen. Im Sommer des Jahres 1844 zogen sich ungefähr 50.000 Glieder aus den Gemeinden zurück.

Um diese Zeit ließ sich in den meisten Kirchen der Vereinigten Staaten eine auffällige Veränderung erkennen. Schon seit vielen Jahren hatte eine allmähliche aber beständig zunehmende Gleichförmigkeit mit den weltlichen Gebräuchen und Gewohnheiten und ein dementsprechendes Abnehmen des wirklichen geistlichen Lebens bestanden; aber in diesem Jahre zeigten sich in fast allen Gemeinschaften des Landes Spuren eines plötzlichen und entschiedenen Verfalls. Während niemand imstande zu sein schien, die Ursache zu ergründen, wurde die Tatsache selbst doch von der Presse und der Kanzel weit und breit bemerkt und besprochen.
Anläßlich einer Versammlung des Presbyteriums von Philadelphia stellte Herr Barnes, der Verfasser eines bekannten Bibelwerkes und Pastor an einer der hervorragendsten Kirchen jener Stadt, fest, "daß er 20 Jahre des geistlichen Amtes warte und noch nie, bis auf die letzte Abendmahlsfeier, das Abendmahl ausgeteilt habe ohne mehr oder weniger Glieder in die Gemeinde aufzunehmen. Aber nun gebe es keine Erweckungen, keine Bekehrungen mehr, nicht viel offenbares Wachstum in der Gnade unter den Bekennern, und niemand komme auf sein Studierzimmer, um über sein Seelenheil mit ihm zu sprechen. Mit der Zunahme des Geschäftsverkehrs und den blühenden Aussichten des Handels und der Industrie komme auch eine Vermehrung der weltlichen Gesinnung. So ist es mit allen religiösen Gemeinschaften."(Congreg. Journal, 23. Mai 1844.)
Im Monat Februar desselben Jahres sagte Prof. Finney am Oberlin--College: "Wir haben die Tatsachen vor Augen gehabt, daß im großen Ganzen die protestantischen Kirchen unseres Landes als solche entweder beinahe allen sittlichen Reformen des Zeitalters gegenüber abgeneigt oder feindlich waren. Es gibt teilweise Ausnahmen, doch nicht genug, um diese Tatsache anders denn allgemein erscheinen zu lassen.

Noch eine andere bewiesene Tatsache besteht: das fast gänzliche Fehlen des Erweckungsgeistes in den Gemeinden. Die geistliche Abgestumpftheit durchdringt beinahe alles und geht ungeheuer tief; das bezeugt die religiöse Presse des ganzen Landes. ... In sehr ausgedehntem Maße ergeben sich die Gemeindeglieder der Mode und gehen Hand in Hand mit den Gottlosen zu Ausflügen, zum Tanz und anderen Festlichkeiten usw. ... Doch wir brauchen uns nicht weiter über dieses peinliche Thema auszusprechen. Es genügt, daß die Beweise sich mehren und uns schwer bedrücken, daß die Kirchen im allgemeinen auf traurige Weise entarten. Sie sind sehr weit von dem Herrn abgewichen, und er hat sich von ihnen zurückgezogen."



Weitersagen
Wer ist online?
Wir haben 70 Gäste online
Besucher
Gesamt775850

jbc vcounter