Google+
Startseite Der laute Ruf Die zweite Engelsbotschaft Der Mitternachtsruf
Beitragsseiten
Der Mitternachtsruf
Weiter auf: Seite 2 von 8
Weiter auf: Seite 3 von 8
Weiter auf: Seite 4 von 8
Weiter auf: Seite 5 von 8
Weiter auf: Seite 6 von 8
Weiter auf: Seite 7 von 8
Weiter auf: Seite 8 von 8
Alle Seiten

Der Mitternachtsruf

Als die Zeit vorüberging, zu der die Ankunft Christi erwartet worden war -- im Frühling des Jahres 1844 -- gerieten die, welche im Glauben auf seine Erscheinung gewartet hatten, eine Zeitlang in Zweifel und Verlegenheit. Während die Welt sie als gänzlich geschlagen ansah und ihnen beweisen wollte, dass sie einen Wahn gehegt hätten, war die Quelle ihres Trostes immer noch das Wort Gottes. Viele fuhren fort, in der Schrift zu suchen, prüften abermals die Beweise für ihren Glauben und studierten sorgfältig die Weissagungen, um weiteres Licht zu erlangen. Das biblische Zeugnis schien zur Bestätigung ihrer Stellung klar und entscheidend zu sein. Zeichen, die nicht missverstanden werden konnten, wiesen auf das Kommen Christi als nahe bevorstehend hin. Der besondere Segen des Herrn sowohl in der Bekehrung der Sünder als auch in der Erweckung des geistlichen Lebens unter Christen hatte Zeugnis abgelegt, dass die Botschaft vom Himmel war, und obgleich diese Gläubigen ihre Enttäuschung nicht erklären konnten, fühlten sie doch die Versicherung, dass Gott sie in ihrer vergangenen Erfahrung geführt hatte.
Unter den Weissagungen, die sie als hinweisend auf die Zeit der Wiederkunft Christi ansahen, waren auch Belehrungen, die auf ihren Zustand der Ungewissheit und der Erwartung besonders passten und sie ermutigten, geduldig in dem Glauben auszuharren, dass das, was ihrem Verstand nun dunkel schien, zur rechten Zeit erhellt werden würde.

Unter diesen Weissagungen war diejenige von Habakuk 2, 14: "Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe. Der Herr aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft! Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer: sie wird gewiß kommen und nicht ausbleiben. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben."
Schon im Jahre 1842 hatte die in der Weissagung gegebene Anweisung: "Schreib das Gesicht und male es auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft", Charles Fitch auf den Gedanken gebracht, eine prophetische Karte zu entwerfen, um die Gesichte Daniels und der Offenbarung bildlich darzustellen. Die Veröffentlichung dieser Karte wurde als eine Erfüllung des von Habakuk gegebenen Auftrages angesehen. Niemand jedoch beachtete zu der Zeit, dass in dieser Weissagung ein offenbarer Verzug in der Erfüllung des Gesichtes -- eine Zeit des Harrens -- angedeutet wird. Nach der Enttäuschung erschien diese Schrift höchst bedeutungsvoll: "Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer: sie wird gewiß kommen und nicht ausbleiben... der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben."
Ein Teil der Weissagungen Hesekiels war ebenfalls eine Quelle großer Kraft und des Trostes für die Gläubigen: "Und des Herrn Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, was habt ihr da für ein Gerede im Lande Israels? Ihr sagt: Es dauert so lange, und es wird nichts aus der Weissagung. Darum sage zu ihnen: So spricht Gott der Herr: ... Die Zeit ist nahe und alles kommt, was geweissagt ist. ... Denn ich bin der Herr. Was ich rede, das soll geschehen und sich nicht lange hinausziehen. ... Das Haus Israel spricht: Mit den Gesichten, die dieser schaut, dauert's noch lange, und er weissagt auf Zeiten, die noch ferne sind. Darum sage zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Was ich rede, soll sich nicht länger hinausziehen, sondern es soll geschehen, spricht Gott der Herr." (Hes. 12, 21-25. 27. 28.)

Die Harrenden erfreuten sich dieser Worte und glaubten, dass er, der das Ende von Anbeginn weiß, durch die Jahrhunderte hindurchgeschaut und ihnen, weil er ihre Enttäuschung voraussah, Worte der Ermutigung und der Hoffnung geschenkt hatte. Hätten nicht solche Schriftstellen sie ermahnt geduldig auszuharren und an ihrem Vertrauen auf Gottes Wort festzuhalten, so wäre ihr Glaube in jener schweren Prüfungszeit erloschen.



Weitersagen
Wer ist online?
Wir haben 68 Gäste online
Besucher
Gesamt775849

jbc vcounter