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Zeichen des Endes 1/2

Das Kommen des Herrn war zu jeder Zeit die Hoffnung seiner wahren Nachfolger. Die Abschiedsverheißung des Heilandes auf dem Ölberg, dass er wiederkommen werde, erhellte den Jüngern die Zukunft und erfüllte ihre Herzen mit einer Freude und Hoffnung, die weder Sorgen dämpfen noch Prüfungen schwächen konnten. Inmitten von Leiden und Verfolgungen war "die Erscheinung des großen Gottes und unseres Heilandes, Jesus Christus," "die selige Hoffnung." (Titus 2,13) Als die Christen zu Thessalonich bei der Bestattung ihrer Lieben, die gehofft hatten, das Kommen des Herrn zu sehen, von Leid erfüllt waren , verwies Paulus, ihr Lehrer, sie auf die Auferstehung, die bei der Wiederkunft Christi stattfinden wird. Dann sollten die Toten in Christus auferstehen und zusammen mit den Lebenden dem Herrn entgegengerückt werden. "und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander." (1. Thesalonicher 4,17.18)
Auf dem felsigen Patmos hörte der geliebte Jünger Johannes die Verheißung: "Siehe, ich komme bald!" und seine sehnsuchtsvolle Antwort ertönt in dem Gebet der Gemeinde auf ihrer ganzen Pilgerreise: "Ja komm, Herr Jesu!" (Offenbarung 22,7.20)

Aus dem Kerker, vom Scheiterhaufen und dem Schafott, wo die Heiligen und Märtyrer für die Wahrheit Zeugnis ablegten, vernimmt man durch alle Jahrhunderte hindurch die Äußerungen ihres Glaubens und ihrer Hoffnung. Von der persönlichen Auferstehung Christi und damit auch von ihrer eigenen zur Zeit seines Kommens überzeugt, verachteten diese Christen den Tod und fürchteten sich nicht. Sie waren bereit, in das Grab hinabzusteigen, damit sie frei auferstehen möchten. Sie sahen "dem Erscheinen des Herrn in den Wolken in der Herrlichkeit des Vaters entgegen, den Gerechten die Zeiten des Himmelreiches zu bringen." Die Waldenser hegten den gleichen Glauben. Wiklif sah der Erscheinung des Heilandes als der Hoffnung der Kirche entgegen. Luther erklärte: "Ich sage mir wahrlich, der Tag des Gerichtes könne keine volle dreihundert Jahre mehr ausbleiben. Gott will und kann diese gottlose Welt nicht länger dulden. Der große Tag naht, an welchem das Reich der Greuel gestürzt werden wird." (Taylor, Stimme der Kirche, S. 129 ff.) "Diese alte Welt ist nicht fern von ihrem Ende" sagte Melanchthon. Calvin forderte die Christen auf, nicht unschlüssig zu sein und "brennend nach der Ankunft des Tages des Herrn zu verlangen, als von allen Tagen der heilsamste"; und er erklärte, dass die ganze Familie der Getreuen diesen Tag vor Augen haben wird und sagt: "Wir müssen nach Christus hungern, ihn suchen, erforschen, bis zum Anbrechen jenes großen Tages, an dem unser Herr die Herrlichkeit seines Reiches völlig offenbaren wird." (Ebd., S. 158. 134)
"Ist nicht unser Herr Jesus in unserm Fleische in den Himmel gefahren?" fragte Knox, der schottische Reformator, "und wird er nicht wiederkommen? Wir wissen, daß er wiederkommen wird, und das in Kürze". Ridley und Latimer, die beide ihr Leben für die Wahrheit ließen, sahen im Glauben der Wiederkunft des Herrn entgegen. Ridley schrieb: "Die Welt geht unzweifelhaft -- dies glaube ich, und deshalb sage ich es -- dem Ende entgegen. Lasset uns mit Johannes, dem Knecht Christi, rufen: Komme bald, Herr Jesu!" (Ebd., S. 151.145)

Baxter sagt: "Der Gedanke an das Kommen des Herrn ist mir überaus köstlich und freudenvoll. Seine Erscheinung liebzuhaben und der seligen Hoffnung entgegenzusehen, ist das Werk des Glaubens und kennzeichnet seine Heiligen... Wenn der Tod der letzte Feind ist, der bei der Auferstehung zerstört werden soll, so können wir begreifen, wie ernstlich Gläubige nach der zweiten Ankunft Christi verlangen und dafür beten sollten, wenn dieser völlige und schließliche Sieg errungen werden wird". (Baxters Werke, Bd. 17, S. 555) "Dies ist der Tag, auf den alle Gläubigen als auf die Verwirklichung des ganzen Werkes ihrer Erlösung und die Erfüllung aller ihrer Wünsche und Bestrebungen harren, hoffen und warten sollten. ... Beschleunige, o Herr, diesen segenbringenden Tag." (Ebd., S. 182. 183) Das war die Hoffnung der apostolischen Kirche, der "Gemeinde der Wüste" und der Reformatoren.



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