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Widerstand

William Miller besaß große geistige Gaben, geschult durch Nachdenken und Studium; und diesen fügte er die Weisheit des Himmels hinzu, indem er sich mit der Quelle der Weisheit verband. Er war ein Mann von echtem Ansehen, der Achtung und Wertschätzung einflößen musste, wo Rechtschaffenheit des Charakters und sittliche Vorzüge geschätzt wurden. Er besaß wahre Herzensfreundlichkeit, verbunden mit christlicher Demut und der Macht der Selbstbeherrschung, war aufmerksam und liebenswürdig gegen alle, bereit, auf die Meinungen anderer zu hören und ihre Beweisgründe zu prüfen. Ohne Leidenschaft oder Aufregung prüfte er alle Theorien und Lehren mit dem Wort Gottes; und sein gesundes Denken sowie seine gründliche Kenntnis der Heiligen Schrift befähigten ihn, den Irrtum zu widerlegen und die Lügen bloßzustellen.

Dennoch verfolgte er sein Werk nicht ohne schweren Widerstand. Es ging ihm wie den früheren Reformatoren: die Wahrheiten, die er verkündigte, wurden von den beim  Volk beliebten Lehrern ungünstig aufgenommen. Da sie ihre Stellung nicht durch die Heilige Schrift aufrechterhalten konnten, waren sie gezwungen, ihre Zuflucht zu den Aussprüchen und Lehren von Menschen, den Überlieferungen der Väter zu nehmen. Aber Gottes Wort war das einzige von den Predigern der Adventwahrheit angenommene Zeugnis. "Die Bibel und die Bibel allein!" war ihr Losungswort. Der Mangel an biblischen Beweisen seitens ihrer Gegner wurde durch Hohn und Spott ersetzt. Zeit, Mittel und Fähigkeiten wurden angewandt, um diejenigen zu verunglimpfen, die nur dadurch Anstoß gaben, dass sie mit Freuden die Wiederkehr ihres Herrn erwarteten und danach strebten, ein heiliges Leben zu führen und andere zu ermahnen, sich auf sein Erscheinen vorzubereiten.
Es wurden ernsthafte Anstrengungen unternommen, die Gemüter des Volkes von der Wiederkunft Christi abzulenken. Es wurde als Sünde, als etwas, dessen sich die Menschen schämen müssten, hingestellt, die Weissagungen zu erforschen, die sich auf das Kommen Christi und das Ende der Welt beziehen. Auf diese Weise untergruben die beim Volk beliebten Prediger den Glauben an das Wort Gottes. Ihre Lehren machten die Menschen zu Ungläubigen, und viele fühlten sich frei, nach ihren eigenen gottlosen Gelüsten zu wandeln. Die Urheber des Übels aber legten alles den Adventisten zur Last. Während Millers Name Scharen verständiger und aufmerksamer Zuhörer anzog, wurde er in der religiösen Presse selten genannt, ausgenommen, um ihn ins Lächerliche zu ziehen oder zu beschuldigen. Die Gleichgültigen und Gottlosen, kühner gemacht durch die Stellung religiöser Lehrer, griffen in ihren Bemühungen, Schmach auf ihn und sein Werk zu häufen, zu schändlichen Ausdrücken, zu gemeinen und gotteslästerlichen Witzeleien. Der altersgraue Mann, der die Bequemlichkeiten seines häuslichen Herdes verlassen hatte, um auf eigene Kosten von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf zu reisen, der sich unaufhörlich abmühte, der Welt die ernste Warnung von dem bevorstehenden Gericht zu verkündigen, wurde höhnisch als Schwärmer, Lügner und vorwitziger Schalk verschrieen. Der auf ihn gehäufte Spott, die Verleumdungen und Schmähungen riefen sogar bei der weltlichen Presse  entrüsteten Widerstand hervor. "Einen Gegenstand von so überwältigender Hoheit und furchtbaren Folgen'' mit Leichtfertigkeit und Scherz behandeln, erklärten weltlich gesinnte Männer, hieße nicht nur "mit den Gefühlen seiner Vertreter und Verteidiger sein Spiel treiben'', sondern "auch den Tag des Gerichts ins Lächerliche ziehen, die Gottheit selbst verhöhnen und sich über die Schrecken jenes Gerichts lustig machen." (Bliß, S. 183.) Der Anstifter alles Übels versuchte nicht nur der Wirkung der Adventbotschaft entgegenzuarbeiten, sondern auch den Botschafter selbst umzubringen.



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