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Ein Glaubensmann des 19. Jh.
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Ein Glaubensmann des 19. Jh.

Ein biederer und schlichter amerikanischer Landmann, der verleitet worden war, die Autorität der Heiligen Schrift zu bezweifeln, aber dennoch aufrichtig danach verlangte, die Wahrheit zu erkennen, wurde von Gott in besonderer Weise auserwählt, bei der Verkündigung des zweiten Kommens Christi eine führende Stellung einzunehmen. Gleich vielen anderen Reformatoren hatte William Miller in seiner Jugend mit Armut gekämpft und auf diese Weise Strebsamkeit und Selbstverleugnung gelernt. Die Glieder seiner Familie, zeichneten sich durch einen unabhängigen, freiheitsliebenden Geist, durch Ausdauer und glühende Vaterlandsliebe aus -- Eigenschaften, die auch in seinem Charakter bestimmend waren. Sein Vater war Hauptmann bei der amerikanischen Revolutionsarmee, und die Opfer, die er in den Kämpfen und Leiden jener stürmischen Zeit brachte, haben die drückenden Verhältnisse in den ersten Lebensjahren Millers verursacht. Er hatte einen gesunden, kräftigen Körperbau und zeigte schon in der Kindheit eine ungewöhnliche Verstandeskraft. Als er älter wurde, trat dies noch mehr hervor. Sein Geist war rege und gut entwickelt, und ihn dürstete nach größerem Wissen. Obwohl er sich nicht der Vorteile einer akademischen Bildung erfreute, machten ihn doch seine Liebe zum Studium und die Gewohnheit sorgfältigen Denkens und scharfer Unterscheidung zu einem Mann von gesundem Urteil und umfassender Bildung. Er besaß einen untadeligen sittlichen Charakter und einen beneidenswerten Ruf und war allgemein wegen seiner Rechtschaffenheit, Sparsamkeit und Wohltätigkeit geachtet. Durch seine Tatkraft und seinen Fleiss erwarb er sich schon früh sein Auskommen, obgleich er an seiner Gewohnheit, zu studieren, noch immer festhielt. Er bekleidete mit Erfolg verschiedene zivile und militärische Ämter, und der Weg zu Reichtum und Ehre schien ihm offen zu stehen.

Seine Mutter war eine Frau von echter Frömmigkeit, und er selbst war in seiner Kindheit für religiöse Eindrücke empfänglich. Im frühen Mannesalter jedoch geriet er in die Gesellschaft von Deisten, die einen um so größeren Einfluss auf ihn ausübten, weil die meisten von ihnen gute Bürger und menschenfreundliche und wohltätige Leute waren, deren Charakter, da sie inmitten christlicher Einrichtungen wohnten, teilweise das Gepräge ihrer Umgebung angenommen hatte. Die Vorzüge, die ihnen Achtung und Vertrauen gewannen, hatten sie der Bibel zu verdanken; und doch waren diese guten Gaben so verkehrt worden, dass sie einen dem Worte Gottes zuwiderlaufenden Einfluss ausübten. Der Umgang mit ihnen veranlasste Miller, ihre Ansichten anzunehmen. Die allgemein übliche Auslegung der Schrift schien ihm unüberwindliche Schwierigkeiten zu bereiten, doch bot sein neuer Glaube, der die Bibel beiseitesetzte, nichts Besseres, das ihre Stelle hätte einnehmen können, und er fühlte sich keineswegs befriedigt. Immerhin hielt er ungefähr zwölf Jahre an diesen Ansichten fest. Im Alter von 34 Jahren jedoch bewirkte der Heilige Geist in ihm die Überzeugung, dass er ein Sünder sei. Er fand in seinem früheren Glauben keine Gewissheit einer Glückseligkeit jenseits des Grabes. Die Zukunft war düster und unheimlich. Von seinen Gefühlen zu jener Zeit sagte er später: "Vernichtet zu werden, das war ein kalter, schauriger Gedanke und Rechenschaft ablegen zu müssen, wäre der sichere Untergang aller gewesen. Der Himmel über meinem Haupte war gleich Erz, und die Erde unter meinen Füßen wie Eisen. Die Ewigkeit -- was war sie? Und der Tod -- warum war er? Je mehr ich die Sache zu ergründen suchte, desto zerfahrener wurden meine Schlüsse. Ich versuchte es, dem Denken Einhalt zu gebieten, aber meine Gedanken ließen sich nicht beherrschen. Ich fühlte mich wahrhaft elend, wusste aber nicht warum. Ich murrte und klagte, ohne zu wissen über wen. Ich war überzeugt, dass irgendwo ein Fehler lag, wusste aber nicht, wo oder wie das Richtige zu finden sei. Ich trauerte, jedoch ohne Hoffnung."



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