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Startseite Artikel Gedanken zur Bergpredigt Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen

Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen

"Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind." (Matthäus 5,11.12) Schon immer seit seinem Fall hat Satan mit dem Mittel der Täuschung gearbeitet. Wie er Gott falsch darstellte, so stellt er durch seine Untertanen die Kinder Gottes falsch dar. Der Erlöser sagt: "Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen." (Psalm 69,10) In ähnlicher Weise fallen sie auf Seine Nachfolger.
Niemand unter den Menschen aber wurde auf so grausame Weise verleumdet wie der Menschensohn. Er wurde wegen seines unerschütterlichen Gehorsams gegenüber den Grundsätzen von Gottes heiligem Gesetz verhöhnt und verspottet. Er wurde grundlos gehasst, und trotzdem stand er ruhig vor seinen Feinden und erklärte, dass Schmähung ein Teil des christlichen Erbes ist. Er klärte seine Nachfolger darüber auf, wie den Pfeilen der Bosheit zu begegnen sei und bat sie, unter der Verfolgung nicht schwach zu werden.

Verleumdungen können zwar den Ruf, nicht aber den Charakter beflecken. Er ruht in Gottes Obhut. Solange wir nicht in die Sünde einwilligen, gibt es keine menschliche oder satanische Macht, die auch nur einen Flecken auf die Seele bringen kann.
Ein Mensch, dessen Herz auf Gott gerichtet ist, bleibt selbst in Stunden schwerster Prüfungen und entmutigendster Umstände genauso ausgeglichen wie zu der Zeit, als es ihm gut ging und das Licht und die Gunst Gottes über ihm zu sein schienen. Seine Worte, Motive und Handlungen können fehlinterpretiert und verfälscht werden, aber das bekümmert ihn nicht, da für ihn wichtigere Interessen auf dem Spiel stehen. Er erträgt es wie Mose, "denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn," und schaut "nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare." (Hebräer 11,27; 2. Korinther 4,18)
Christus kennt alles, was von Menschen missverstanden und falsch ausgelegt wird. Seine Kinder können es sich leisten, in ruhiger Geduld und ruhigem Vertrauen zu warten, egal, wie sehr sie beschimpft und verachtet werden, denn es gibt nichts Geheimes, das nicht offenbar werden soll. Wer Gott ehrt wird auch von ihm in der Gegenwart von Menschen und Engeln geehrt werden.
"Wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen," sagte Jesus, "seid fröhlich und getrost." (Matthäus 5,11.12) Er verwies seine Zuhörer auf die Propheten, die im Namen des Herrn gesprochen hatten, als "ein Vorbild des Leidens und der Geduld." (Jakobus 5,10) Abel, der allererste Christ unter den Kindern Adams, starb als Märtyrer. Henoch führte ein Leben mit Gott, und die Welt kannte ihn nicht. Noah wurde als Fanatiker und Bangemacher verspottet. "Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und Gefängnis. Andere sind aber gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten." (Hebräer 11,36.35.)

In jedem Zeitalter wurden Gottes auserwählte Botschafter verhöhnt und verfolgt, aber durch ihre Leiden wurde die Erkenntnis Gottes verbreitet. Jeder Jünger Christi sollte mit dem Wissen, dass die Feinde nichts gegen die Wahrheit, sondern nur etwas zu ihren Gunsten tun können, in die Reihen treten und diese Arbeit vorantreiben. Gott möchte, dass die Wahrheit an die Front gebracht und zum Objekt von Untersuchungen und Diskussionen wird, auch wenn das nur durch die Verachtung geschieht, mit der sie behandelt wird. Die Gedanken der Menschen müssen aufgerüttelt werden. Jede Kontroverse, jede Schmähung und jede Anstrengung, die Gewissensfreiheit einzuschränken, ist ein Mittel Gottes, den Geist derer zu erwecken, die sonst schlafen würden.
Wie oft konnte man dieses Ergebnis in der Geschichte der Botschafter Gottes sehen! Als der edle und beredte Stephanus auf Betreiben des Sanhedrins zu Tode gesteinigt wurde, hat das der Sache des Evangeliums nicht geschadet. Das Licht des Himmels verklärte sein Gesicht, und sein letztes Gebet strömte göttliches Mitleid aus. Das traf den bigotten Sanhedrin, der dabeistand, wie scharfe Pfeile der Überzeugung, und der verfolgende Pharisäer Saulus wurde das erwählte Gefäß, das den Namen Christi vor Heiden, Könige und die Kinder Israel brachte. Lange Zeit später schrieb der betagte Paulus von dem Haus in Rom, in dem er gefangen gehalten wurde: "Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht ... aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft ... Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber." (Philipper 1,15.17.18) Durch die Gefangenschaft des Paulus wurde das Christentum verbreitet, und selbst im Palast des Kaisers wurden Seelen für Christus gewonnen. Durch Satans Anstrengungen, den "unvergänglichen Samen" des Wortes Gottes, "das da bleibt" (1. Petrus 1,23), zu vernichten, wurde dieser Same in die Herzen der Menschen gesät. Durch die Schmähung und Verfolgung seiner Kinder wird der Name Christi erhöht, und Menschen werden gerettet.

Die Belohnung derer, die in Verfolgung und Schmähung Christi Zeugen sind, ist groß im Himmel. Während das Volk auf irdisches Wohlergehen schaute, wies Jesus sie auf die Belohnung im Himmel hin. Das beginnt aber nicht alles in der Zukunft, sondern hier auf Erden. Der Herr erschien in alter Zeit dem Abraham und sagte: "Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn." (1. Mose 15,1) Das ist die Belohnung für alle, die Christus nachfolgen: mit Jehovah Immanuel - "in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis," in dem "die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig" wohnt (Kolosser 2,3.9) - in Einklang gebracht werden, ihn zu erkennen und zu besitzen, wenn das Herz sich mehr und mehr öffnet, um seine Eigenschaften anzunehmen; seine Liebe und Macht zu kennen, die unerforschlichen Reichtümer Christi zu besitzen, ständig besser zu begreifen, "welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle" (Epheser 3,18.19), "das ist das Erbteil der Knechte des Herrn, und ihre Gerechtigkeit kommt von mir, spricht der Herr." (Jesaja 54,17) Diese Freude erfüllte die Herzen von Paulus und Silas, als sie um Mitternacht im Gefängnis von Philippi beteten und Gott Loblieder sangen. Christus war neben ihnen, und das Licht seiner Gegenwart erleuchtete die Dunkelheit mit der Herrlichkeit der himmlischen Höfe. Von Rom aus schrieb Paulus, als er die Verbreitung des Evangeliums sah: "Darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch freuen." (Philipper 1,18) (EÜ). Darüber vergaß er selbst seine Fesseln. Und gerade die Worte Christi in der Bergpredigt hallen in der Botschaft des Paulus an die mitten in einer Verfolgung stehende Gemeinde Philippi wieder: "Freuet euch im Herrn allezeit! Noch einmal wiederhole ich's: Freuet euch!" (Philipper 4,4) (MÜ).

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