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Startseite Artikel Gedanken zur Bergpredigt Selig sind die da Leid tragen

Selig sind die da Leid tragen

"Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden." (Matthäus 5,4)

Das hier erwähnte Leidtragen ist wahre Trauer des Herzens über die Sünde. Jesus sagt: "Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen." (Johannes 12,32) Wer infolge dieses Ziehens den am Kreuz erhöhten Jesus anschaut nimmt die Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wahr. Er sieht, dass die Sünde die Ursache der Geißelung und Kreuzigung des Herrn der Herrlichkeit ist. Er nimmt wahr, dass sein Leben ein ständiges Undankbarsein und Rebellieren war, während er mit unaussprechlicher Zärtlichkeit geliebt wurde. Er hat seinen besten Freund verlassen und das kostbarste Geschenk des Himmels missbraucht. Er hat den Sohn Gottes aufs neue gekreuzigt, aufs neue dieses blutende und beladene Herz durchbohrt. Von Gott durch ein breites, tiefes und schwarzes Meer der Sünde getrennt trauert er darum mit einem zerbrochenen Herzen.


Solches Leidtragen "soll getröstet werden." Gott offenbart uns unsere Schuld, damit wir zu Christus fliehen, durch Ihn von der Sklaverei der Sünde befreit werden und uns als Kinder Gottes der Freiheit erfreuen. Wir sollen in wahrer Zerschlagenheit zum Fuß des Kreuzes kommen und dort unsere Lasten ablegen. Die Worte des Erlösers beinhalten eine Botschaft des Trostes für die Bekümmerten und Trauernden. Unsere Kümmernisse kommen nicht von ungefähr. Gott "plagt und betrübt die Menschenkinder nicht aus Lust." (Klagelieder 3,33) (MÜ). Wenn Er Prüfungen und Versuchungen zuläßt, dann ist es "zu unserem Besten, damit wir an Seiner Heiligkeit Anteil erlangen." (Hebräer 12,10) Für den, der die Prüfung, die scheinbar so bitter und hart zu ertragen ist, im Glauben annimmt, wird sie sich als Segen erweisen. Der grausame Schlag, der die Freude auf der Welt erstickt, wird das Mittel sein, unsere Augen auf den Himmel zu richten. Wie viele gibt es, die Jesus nie kennengelernt hätten, wenn nicht das Leid sie dazu getrieben hätte, in ihm Trost zu suchen! Die Prüfungen des Lebens sind Gottes Werkzeuge, die Unreinheiten und Rauheiten unseres Charakters zu entfernen. Ihr Hauen, Begradigen und Meißeln, ihr Glätten und Polieren ist ein schmerzhafter Vorgang; es ist schwer, auf den Schleifstein gepresst zu werden. Aber der Stein kommt dann zubereitet aus diesem Prozess hervor, um seinen Platz im himmlischen Tempel zu füllen. Der Meister verwendet solche sorgfältige und ernsthafte Arbeit nicht für wertloses Material. Nur seine kostbaren Steine werden wie für einen Palast poliert. Der Herr wird für alle wirken, die ihr Vertrauen auf Ihn setzen. Die Treuen werden kostbare Siege erringen, wertvolle Lektionen lernen und herrliche Erfahrungen machen.


Unser himmlischer Vater denkt immer an die, die vom Leid berührt sind. Als "David auf den Ölberg ging und weinte, sein Haupt verhüllt war, und er barfuß ging," (2. Samuel 15,30) schaute der Herr mitleidsvoll auf ihn herab. David war mit einem Sack bekleidet und von seinem Gewissen geplagt. Die äußeren Zeichen der Demütigung bezeugten seine Zerschlagenheit. Voller Tränen und mit gebrochenem Herz legte er Gott seinen Fall dar, und der Herr verließ Seinen Diener nicht. David war dem Herz der unendlichen Liebe nie teurer als zu dem Zeitpunkt, als er, um sein Leben zu retten, mit einem gequälten Gewissen vor seinen Feinden, die von seinem Sohn zur Rebellion angestachelt worden waren, flüchtete. Der Herr sagt: "Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße." (Offenbarung 3,19) Christus richtet das zerschlagene Herz wieder auf und reinigt die leidende Seele solange, bis sie zu Seiner Wohnung werden.
Wie viele von uns sind aber wie Jakob! Wenn Widerwärtigkeiten über uns hereinbrechen, denken wir, dass es die Hand eines Feindes ist. Wir kämpfen blind in der Dunkelheit, bis unsere Kraft verbraucht ist, und wir finden keinen Trost und keine Befreiung. Die göttliche Berührung bei Tagesanbruch offenbarte Jakob den Einen, mit dem er gekämpft hatte - den Engel des Bundes. Weinend und hilflos fiel er an die Brust der unendlichen Liebe, um den Segen zu erhalten, nach dem sich seine Seele sehnte. Auch wir müssen lernen, Prüfungen als eine Wohltat zu sehen, die Züchtigung des Herrn nicht zu verachten und nicht schwach zu werden, wenn wir von Ihm getadelt werden.


"Selig ist der Mensch, den Gott zurechtweist ... Denn er verletzt und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt. In sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Übel anrühren." (Hiob 5,17-19) Jesus kommt mit seinem Heildienst zu jedem Zerschlagenen. Ein Leben der Beraubung [durch den Tod] und des Leides kann durch die kostbaren Offenbarungen Seiner Gegenwart geheilt werden. Gott möchte nicht, dass wir durch dumpfen Schmerz niedergeschlagen sind und unser Herz wund und gebrochen ist, sondern vielmehr, dass wir aufschauen und Sein teures, liebevolles Gesicht betrachten. Der gepriesene Erlöser steht bei vielen, deren Augen durch die Tränen so verschleiert sind, dass sie Ihn nicht wahrnehmen. Er sehnt sich danach, unsere Hände festzuhalten, damit wir in einfachem Glauben auf Ihn schauen und Ihm erlauben, uns zu führen. Sein Herz ist offen für unsere Schmerzen, unser Leid und unsere Prüfungen. Er liebt uns mit unaufhörlicher Liebe und umgibt uns mit seiner Barmherzigkeit. Wir dürfen unser Herz in ihm ruhen lassen und den ganzen Tag über Seine Barmherzigkeit nachdenken. Er wird die Seele über das Leid und die Schwierigkeiten des Alltags in das Reich des Friedens erheben.
Denkt daran, ihr Kinder des Leidens und des Schmerzes, freut euch und seid voller Hoffnung. "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." (1. Johannes 5,4) Selig sind auch die, die in gemeinsamem Mitgefühl mit Jesus über das Leid in dieser Welt und über das Leid der Sünde in ihr weinen. Bei diesem Leidtragen ist kein Gedanke an sich selbst dabei. Jesus war der Mann der Schmerzen, und er hielt mehr Herzensleid aus, als alle Worte wiedergeben könnten. Sein Geist war durch die Übertretungen der Menschen zerrissen und gequält. Er plagte sich mit einem selbstaufzehrenden Eifer, um die Nöte und Schmerzen der Menschheit erträglicher zu machen, und sein Herz war voller Trauer, als Er sah, wie die Massen sich weigerten zu Ihm zu kommen, um Leben zu erhalten. Diese Erfahrung wird jeder Nachfolger Christi machen. Wer ein Teilhaber seiner Liebe ist, wird auch seine Seelenqual für die Verlorenen verspüren. Er wird sowohl an den Leiden Christi teilhaben als auch an der Herrlichkeit, die noch offenbar werden soll. Eins mit Ihm in Seinem Werk trinkt er mit Ihm den Schmerzenskelch und ist genauso auch Teilhaber seiner Freude. Sein Leiden befähigte Jesus für den Dienst des Tröstens. "In allen ihren Bedrängnissen fühlte er sich bedrängt." (Jesaja 63,9) "Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden." (Hebräer 2,18) Jeder, der mit ihm gelitten hat, hat auch das Vorrecht, an diesem Dienst teilzuhaben. "Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus." (2. Korinther 1,5) Der Herr ist den Leidtragenden besonders gnädig, mit deren Macht Herzen geschmolzen werden sollen, um Menschen zu gewinnen. Seine Liebe bricht sich einen Weg in die verwundete und verletzte Seele und wird zu einem heilendem Balsam für die Bekümmerten. "Der Vater der Barmherzigkeit und der Gott allen Trostes tröstet uns in aller unserer Trübsal, damit auch wir trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber geröstet werden von Gott." (2. Korinther 1,3.4)

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