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Das Werk des Arztes (2)
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Das Werk des Arztes (2)

Der Arzt, welcher den Familien in ihrem Heim dient, ihrer am Krankenbett wartet, ihre Leiden lindert und sie von dem Rand des Grabes zurückbringt, der dem Sterbenden Hoffnung zuspricht, gewinnt einen Platz in ihrem Vertrauen und ihrer Zuneigung, wie er wenig anderen zuteil wird. Selbst dem Prediger des Evangeliums sind nicht so große Möglichkeiten oder ein so weitreichender Einfluss geboten. Des Arztes Beispiel sowie seine Belehrung sollte eine bestimmte Macht auf der rechten Seite sein. Das Werk der Reform erfordert Männer und Frauen, deren tägliches Leben wahre Selbstbeherrschung veranschaulicht. Unsere eigene Handhabung der Grundsätze, welche wir einprägen, verleiht ihnen Wert. Die Welt bedarf einer praktischen Vorführung dessen, was die Gnade Gottes tun kann, um in menschlichen Wesen ihre verlorene Königswürde wiederherzustellen, indem sie ihnen die Herrschaft über sich selbst verleiht. Nichts bedarf die Welt so sehr als eine Erkenntnis der rettenden Macht des Evangeliums, wie sie in dem Leben von wahren Christen offenbart wird. Der Arzt wird beständig in Berührung mit solchen gebracht, welche die Stärke und Ermutigung eines richtigen Vorbildes nötig haben. Vielen mangelt es an moralischer Kraft. Es fehlt ihnen Selbstbeherrschung und sie werden leicht von der Versuchung überwunden. Der Arzt kann diesen Seelen nur helfen, wenn sich in seinem eigenen Leben eine Festigkeit der Grundsätze offenbart, welche ihn befähigt, über jede schädliche Gewohnheit und befleckende Lust zu siegen. Man muß in seinem Leben das Wirken einer göttlichen Macht sehen können. Wenn er hierin zu kurz kommt, so mögen seine Worte so eindringlich oder überzeugend sein wie sie wollen, so wird sein Einfluss doch nur zum Bösen gereichen.  
Viele suchen ärztlichen Rat oder Behandlung, welche durch ihre eigenen schlechten Gewohnheiten moralischen Schiffbruch erlitten haben. Sie sind verletzt und schwach und verwundet, sie fühlen ihre Torheit und ihre Unfähigkeit zu überwinden. Solche sollten nichts in ihrer Umgebung haben, was sie zu einer Fortsetzung der Gedanken und Gefühle, die sie zu dem gemacht haben was sie sind, anregt. Sie müssen eine Atmosphäre der Reinheit hoher und edler Gedanken atmen. Wie schrecklich ist die Verantwortung, wenn solche, die ihnen ein rechtes Vorbild sein sollten, selbst unter schädlichen Gewohnheiten schmachten und ihr Einfluss der Versuchung vermehrte Kraft verleiht!  

Der Arzt und die Mäßigkeit

Viele kommen in ärztliche Behandlung, die Leib und Seele durch den Gebrauch von Tabak oder berauschenden Getränken verderben. Wenn der Arzt seine Verantwortlichkeit fühlt, wird er diesen Patienten die Ursache ihrer Leiden kundtun. Aber wenn er selbst Tabak oder geistige Getränke gebraucht, welchen Einfluss werden dann seine Worte haben? Wird er nicht zögern, wenn er sich der eigenen Befriedigung seiner Lust bewusst ist, auf den dunklen Flecken in dem Leben seines Patienten hinzuweisen? Wenn er diese Dinge selbst benutzt, wie kann er die Jugend von ihren schädlichen Folgen überzeugen? Wie kann ein Arzt in der Gesellschaft als ein Vorbild von Reinheit und Selbstbeherrschung dastehen, wie kann er ein erfolgreicher Arbeiter in der Mäßigkeitssache sein, während er selbst einer schlechten Gewohnheit frönt? Wie kann er dem Herrn an dem Kranken- und Sterbebett dienen, wenn sein eigener Atem nach starkem Getränk oder nach Tabak riecht? Wie kann ein Mann das Vertrauen rechtfertigen, welches man in ihn als einen geschickten Arzt setzt, wenn er seine Nerven ruiniert und sein Gehirn benebelt durch den Gebrauch narkotischer Gifte? Es ist unmöglich für ihn, eine rasche Entscheidung zu treffen oder mit Genauigkeit zu handeln!  Wenn er nicht die Gesetze beachtet, die sein eigenes Wesen regieren, wenn er selbstsüchtige Befriedigungen höher stellt als Gesundheit des Leibes und Geistes, erklärt er sich damit nicht selbst für untüchtig, dass ihm die Verantwortung für Menschenleben anvertraut wird?  

Entmutigungen in seiner Arbeit

Wie geschickt und treu ein Arzt auch sein mag, fehlt es in seiner Erfahrung nicht an scheinbarer Entmutigung oder Niederlage. Oft erreicht er durch seine Arbeit nicht, was er erreicht sehen möchte. Obgleich seinen Patienten die Gesundheit wiedergeschenkt wird, mag es weder für sie noch für die Welt von wirklichem Nutzen sein. Viele werden gesund, nur um die Ausschreitungen zu wiederholen, wodurch die Krankheit entstand. Mit demselben Eifer wie vorher stürzen sie sich wieder in den Strudel der Selbstbefriedigung und Torheit. Das Werk des Arztes scheint für sie eine vergebliche Bemühung gewesen zu sein. Christus machte dieselbe Erfahrung, aber er stellte seine Bemühungen für eine leidende Seele nicht ein. Von den zehn Aussätzigen, welche gereinigt wurden, schätzte nur einer die Gabe und er war ein Fremder und ein Samariter. Um dieses einen willen heilte Christus die zehn. Wenn der Arzt keinen besseren Erfolg hat als der Heiland hatte, so lasst ihn eine Lehre von dem großen Arzt lernen. Von Christo steht geschrieben: "Er wird nicht matt werden, noch verzagen." "Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben." Jesaja 42,4; 53,11. Wenn auch nur eine Seele das Evangelium seiner Gnade angenommen hätte, so würde Christus, um diese eine zu retten, sein Leben der Arbeit und Demütigung und seinen schmachvollen Tod erwählt haben. Wenn durch unsere Bemühungen eine Seele aufgerichtet und veredelt wird, zubereitet, im Himmel vor dem Herrn zu scheinen, haben wir dann nicht Ursache zur Freude?



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