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Heilung der Seele
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Heilung der Seele

Viele von denen, die hilfesuchend zu Christo kamen, hatten die Krankheit selber verschuldet, aber doch wies er sie nicht zurück, sondern heilte sie. Wenn seine Kraft sie durchdrang, wurden sie ihrer Sünden überführt, und viele wurden ebensowohl von ihrer geistigen Krankheit wie von ihren körperlichen Leiden geheilt. Unter diesen befand sich der Gelähmte von Kapernaum. Dieser Gichtbrüchige hatte gleich dem Aussätzigen alle Hoffnung auf Wiedergenesung verloren. Seine Krankheit war die Folge eines sündhaften Lebens und seine Leiden wurden durch Gewissensbisse vermehrt. Vergebens hatte er sich an die Pharisäer und Ärzte gewandt, ihn davon zu befreien; statt dessen erklärten sie ihn für unheilbar, verurteilten ihn als einen Sünder und behaupteten, dass er unter dem Zorn Gottes sterben werde. Der Gichtbrüchige war in Verzweiflung versunken. Da hörte er von den Werken Jesu. Andere, ebenso sündhaft und hilflos wie er, waren geheilt worden. Dies gab ihm Mut zu glauben, dass auch er geheilt werden möchte, wenn er zu dem Heiland gebracht werden könnte. Seine Hoffnung schwand jedoch, als er an die Ursache seiner Krankheit dachte, und doch konnte er die Möglichkeit der Heilung nicht von sich weisen.  

Sein größtes Verlangen war, von der Last der Sünde befreit zu werden. Ihn verlangte danach, Jesum zu sehen und die Versicherung der Vergebung und Frieden mit Gott zu erlangen. Dann wollte er zufrieden sein, nach Gottes Willen zu leben oder zu sterben. Es war keine Zeit zu verlieren, sein abgezehrtes Fleisch trug schon die Spuren des Todes. Er flehte seine Freunde an, ihn auf seinem Bett zu Jesus zu tragen und diese unternahmen dies gern. Aber die Menge, welche sich in und vor dem Hause versammelt hatte, wo der Heiland sich aufhielt, war so dicht, dass es für den Kranken und seine Freunde unmöglich war, ihn zu erreichen oder selbst in den Bereich seiner Stimme zu kommen. Jesus lehrte in dem Hause Petri, seine Jünger saßen nach ihrer Gewohnheit dicht um ihn herum; "und saßen da die Pharisäer und Schriftgelehrten, die da gekommen waren aus allen Märkten in Galiläa und Judäa und von Jerusalem." Lukas 5,17. Viele von ihnen waren als Spione gekommen und suchten eine Anschuldigung gegen Jesum zu finden. Draußen drängte sich die gemischte Menge: Begierige, Ehrerbietige, Neugierige und Ungläubige. Verschiedene Nationen und alle Gesellschaftsklassen waren vertreten "und die Kraft des Herrn ging von ihm, und half jedermann." Lukas 5,17. Der Geist des Lebens schwebte über der Versammlung, aber die Pharisäer und Schriftgelehrten bemerkten seine Gegenwart nicht. Sie fühlten kein Bedürfnis und die Heilung war nicht für sie. "Die Hungrigen füllet er mit Gütern und läßt die Reichen leer." Lukas 1,53.  

Immer wieder versuchten die Träger des Gichtbrüchigen, sich durch die Menge zu drängen, aber es war vergeblich. Der Kranke blickte in unaussprechlicher Qual um sich. Wie konnte er die Hoffnung aufgeben, wenn die langersehnte Hilfe so nahe war? Auf seine Bitten trugen ihn seine Freunde auf das Dach des Hauses und indem sie dasselbe aufbrachen, ließen sie ihn zu den Füßen Jesu nieder. Der Vortrag wurde unterbrochen. Der Heiland blickte auf das Traurige Angesicht und sah die bittenden Augen auf sich gerichtet. Er kannte wohl das Verlangen jener beladenen Seele, er hatte ja sein Gewissen von den Sünden überzeugt, als der Gichtbrüchige noch in seinem Hause war. Als er seine Sünden bereute und an die Kraft des Heilandes glaubte, ihn gesund machen zu können, hatte die Barmherzigkeit des Herrn seine Seele gesegnet. Jesus hatte beobachtet, wie der erste Funken von Glauben zu der Überzeugung heranwuchs, dass er des Sünders einzige Hilfe sei; er hatte gesehen, wie er mit jeder Anstrengung, in seine Nähe zu kommen, gewachsen war. Christus hatte den Leidenden zu sich gezogen. Nun sprach der Heiland Worte, die gleich Musik an des Lauschenden Ohr klangen: "Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben." Matthäus 9,2. Die Schuldenlast fällt von der Seele des kranken Mannes, er kann nicht zweifeln. Die Worte Christi offenbaren sein Vermögen, in dem Herzen zu lesen. Wer kann seine Macht in Abrede stellen, Sünden zu vergeben? Hoffnung tritt an Stelle der Verzweiflung und Freude an die Stelle tiefer Traurigkeit. Die körperlichen Schmerzen des Mannes sind verschwunden und sein ganzes Wesen ist verwandelt. Er hatte kein weiteres Verlangen, sondern lag in friedevoller Ruhe da, zu glücklich, ein Wort zu äußern. Viele folgten mit atemlosen Interesse jeder Bewegung dieser wunderbaren Handlung. Viele fühlten, dass die Worte Christi eine Einladung an sie waren. War ihre Seele nicht krank infolge der Sünde? Wären sie nicht gern von dieser Last befreit gewesen?



Aktualisiert ( Montag, 29. Juni 2009 um 20:04 Uhr )

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