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Aus dem Leben des Meisters
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Aus dem Leben des Meisters

In dem Fischerhause zu Kapernaum lag die Schwiegermutter des Petrus krank "mit einem harten Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr." Jesus ergriff ihre Hand "und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente" (Lukas 4,38; Markus 1,30; Matthäus 8,15) dem Heiland und seinen Jüngern. Diese Nachricht verbreitete sich rasch. Das Wunder war an einem Sabbat gewirkt worden und aus Furcht vor den Rabbinern wagte das Volk nicht, vor Sonnenuntergang zu kommen, um geheilt zu werden. Dann kamen die Stadtbewohner aus den Häusern, den Werkstätten, den Marktplätzen und drängten sich um die einfache Wohnung, welche Jesum beherbergte. Kranke wurden auf Betten gebracht, andere kamen, sich auf einen Stab stützend, oder von ihren Freunden geführt und spannten ihre schwachen Kräfte aufs äußerste an, um in die Gegenwart des Heilandes zu gelangen. Stunde nach Stunde kamen und gingen sie, denn keiner konnte wissen, ob der große Arzt morgen noch unter ihnen weilen würde. Niemals vorher hatte Kapernaum einen Tag gleich diesem erlebt. Freudenrufe und Frohlocken für die ihnen zuteil gewordene Befreiung erfüllten die Luft.

Erst als der letzte Leidende Hilfe erlangt hatte, beendete Jesus sein Werk. Die Nacht war schon weit vorgeschritten, als die Menge sich entfernte und tiefes Schweigen sich auf das Heim des Simon niedersenkte. Der lange ermüdende Tag war vergangen und Jesus suchte Ruhe. Aber während die Stadt in Schlummer versunken war, erhob sich der Heiland "des Morgens vor Tage" und "ging in eine wüste Stätte und betete daselbst." Markus 1,35.  
Des Morgens früh kamen Petrus und seine Gefährten zu Jesu und sagten ihm, dass das Volk von Kapernaum ihn bereits wieder suche. Mit Erstaunen hören sie die Worte Christi: "Ich muß auch andern Städten das Evangelium verkündigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt." Lukas 4,43. In der Aufregung, welche Kapernaum ergriffen hatte, lag Gefahr, dass der Zweck seiner Mission aus dem Auge verloren würde. Jesus war nicht zufrieden damit, die Aufmerksamkeit nur als Wundertäter oder als ein Helfer für körperliche Leiden auf sich zu lenken. Er suchte die Menschen als ihr Heiland an sich zu ziehen. Während das Volk gern glauben wollte, dass er als ein König gekommen sei, um ein irdisches Reich aufzurichten, wünschte er ihre Gedanken von dem Irdischen auf das Geistige zu richten. Ein nur weltlicher Erfolg würde seiner Arbeit hinderlich sein.

Die Bewunderung der gleichgültigen Menge erschütterte seinen Geist. In seinem Leben trat nie das eigne Ich hervor. Die Huldigung, welche die Welt der Stellung, dem Reichtum oder der Begabung darbringt, war dem Menschensohn fremd. Jesus gebrauchte keines der Mittel, welches die Menschen anwenden, um Beifall zu gewinnen oder Ehrerbietung zu fordern. Jahrhunderte vor seiner Geburt war von ihm geweissagt worden: "Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftig halten lehren. Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis daß er auf Erden das Recht aufrichte." Jesaja 42,2-4.



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