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Miller und das Jahr 1844

Damit der Leser das Vernünftige der Stellung Millers über die prophetischen Zeitangaben einsehen kann, führen wir nachfolgende Auseinandersetzung an, welche, in Antwort an einen Korrespondenten, im März 1850 im «Advent Herald», Boston, veröffentlicht wurde: "Die große prophetische Periode (2300 Abende und Morgen) wird durch den Kanon des Ptolemäus festgestellt. Dieser Kanon setzt das siebente Jahr des Artaxerxes auf das Jahr 457 v. Chr.; und die Richtigkeit dieses Kanons wird durch das zutreffende Übereinstimmen von mehr als zwanzig Finsternissen dargetan. Die siebzig Wochen sind von der Veröffentlichung eines Erlasses hinsichtlich der Wiederherstellung Jerusalems an zu rechnen. Zwischen dem siebenten und zwanzigsten Jahr des Artaxerxes erschien kein Dekret. Die vierhundertneunzig Jahre müssen beim siebten anfangen und im Jahre 457 v. Chr. beginnen, wonach sie im Jahre 34 nach Christus enden würden. Mit dem zwanzigsten anfangend, müssen sie im Jahre 444 v. Chr. beginnen, und im Jahre 47 n. Chr. enden. Da sich im Jahre 47 nichts ereignete, das ihren Ablauf gekennzeichnet hätte, können wir nicht vom zwanzigsten an rechnen; wir müssen deshalb auf das siebente Jahr des Artaxerxes sehen. Diesen Zeitpunkt können wir nicht vom Jahre 457 v. Chr. woandershin verlegen, ohne erst die Unrichtigkeit des ptolemäischen Kanons darzutun. Zu dem Zweck würde es nötig sein, zu beweisen, dass die große Zahl von Finsternissen, durch die seine Genauigkeit zu wiederholten Malen dargetan wurde, nicht richtig berechnet worden ist, und ein solches Ergebnis würde eine jede chronologische Zeitangabe unsicher machen und die Bestimmung von Epochen und die Berichtigung von Zeitaltern völlig der Gnade eines jeglichen Träumers überlassen, so dass die Chronologie von keinem größeren Werte wäre als bloße Vermutungen. Da die siebzig Wochen im Jahre 34 zu Ende gehen müssen, es sei denn, dass das siebente Jahr des Artaxerxes unrichtig bestimmt ist, und da dasselbe nicht verändert werden kann, ohne jegliche Beweise dafür, so fragen wir: Welches Ereignis kennzeichnete den Ablauf derselben? Die Zeit, wo die Apostel sich zu den Heiden wandten, stimmt besser mit jener Zeitangabe überein, als irgend etwas anderes, das genannt wurde. Und die Kreuzigung im Jahre 31, in der Mitte der siebzigsten Woche, wird durch eine Menge von Zeugnissen, die nicht leicht ungültig gemacht werden können, aufrecht erhalten." Da die siebzig Wochen und die 2300 Tage einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben, wird die Berechnung Millers in einem Augenblick bestätigt, wenn wir die 457 Jahre v. Chr. von den 2300 abziehen. Also 2300-457 = 1843. Das Jahr 1843 n Chr. wurde jedoch als bis zum Frühjahr 1844 sich erstreckend betrachtet. Der Grund hierfür ist kurz folgender: Vor alters begann das Jahr nicht wie jetzt mitten im Winter, sondern mit dem ersten Neumond nach der Frühjahrs Tag-- und Nachtgleiche. Da deshalb die Periode der 2300 Tage in einem nach den Methoden des Altertums berechneten Jahr anfing, wurde es für nötig erachtet, nach dieser Methode bis zu deren Schluss zu rechnen. Deshalb wurde 1843 als im Frühjahr anstatt im Winter zu Ende gehend, berechnet. Die 2300 Tage können aber nicht vom Anfang des Jahres 457 v. Chr. an gerechnet werden; denn der Erlass des Artaxerxes der den Anfangspunkt bildet trat nicht in Kraft bis zum Herbst jenes Jahres. Folglich müssen die 2300 Tage, da sie im Herbst 457 v. Chr. anfangen, sich bis auf den Herbst des Jahres 1844 n. Chr. erstrecken. Da Miller und seine Gefährten diese Tatsachen zuerst nicht erkannten, sahen sie der Ankunft Christi 1843 oder im Frühjahr des Jahres 1844 entgegen; daher kam die erste Enttäuschung und die scheinbare Verzögerung. Es war die Entdeckung der richtigen Zeit, im Zusammenhang mit anderen biblischen Aussagen, die zu der unter dem Namen "Mitternachtsruf" von 1844 bekannten Bewegung führten. Und bis auf diesen Tag steht die Berechnung der prophetischen Perioden, die den Schluss der 2300 Tage auf den Herbst des Jahres 1844 bringen, unbestritten da.

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