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Jerusalem, Mekka - Welche ist die heilige Stadt?

Viele Muslime pilgern einmal im Leben nach Mekka zur Kaaba (vgl. Sure 3:97; 5:98), die laut Koran von Ismael und Abraham erbaut worden ist (Hadsch) und von der es in Sure 22:25-31 heißt, dass sie diese umkreisen sollen. "Dann sollen sie ihrer persönlichen Reinigung obliegen und ihre Eide erfüllen und um das altehrwürdige Haus wandeln.“ (V.30) Sie beten auch mehrmals am Tag in Richtung Mekka (Qibla), weil sie glauben, es sei seit der Errichtung der Kaaba eine heilige Stadt (Sure 2:144-146). Mohammed selbst betete zuerst in Richtung Jerusalem, bevor er sie in Richtung Mekka änderte. Diese Gebetsrichtung nach Mekka wurde laut Islam sogar als Glaubensprüfung etabliert.

Wiederum andere pilgern nach Jerusalem, weil sie diese als heilige Stadt ansehen, da sie schon lange vor Mekka verehrt wurde. Dort stand für Hunderte von Jahren der Tempel Israels und es etablierte sich ein Brauch, in Richtung Jerusalems zu beten (abgeleitet aus Daniel 6,11). Bis in die heutige Zeit gibt es erbitterte Kämpfe in und um Jerusalem.

Judentum, Christentum und Islam sind abrahamitische Religionen, die Abraham als zentralen Glaubensvater ansehen. Von ihm heißt es nirgends, dass er zu Lebzeiten in eine bestimmte Richtung betete. Vielmehr wurde er aus seiner Heimat in das verheißene Land Kanaan berufen und richtete seine Aufmerksamkeit auf folgende Verheißung: "Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein." (1. Mose 17,7.8)

"Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, an einen Ort zu ziehen, den er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählig ist. Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißungen nicht ergriffen, sondern sie nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind. Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren. Nun aber streben sie zu einem besseren Land, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut." (Hebräer 11,8-16)
Abraham wusste, dass er sterben würde aber sehnte sich nach der Erfüllung der Verheißung des ewigen Lebens und der Stadt, die Gott bereiten würde. Abraham wartete auf die ewige Stadt Gottes statt seine Gebetsrichtung an einer irdischen Stadt auszurichten. Auch Paulus erwähnt den selben Gedanken: "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebräer 13,14) Was er damit meint, sagt er erneut in Hebräer 12,22: "Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zur Festversammlung". Paulus macht den hebräischen Christen unmissverständlich deutlich, dass das Volk Gottes seine Augen nicht auf das irdische Jerusalem richten soll, sondern sich auf das Werk im Himmel vorbereiten soll. Die Stadt des lebendigen Gottes war zur Zeit des Paulus nicht länger mehr das irdische Jerusalem, sondern das himmlische.
"Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr nicht das Gesetz? Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien. Aber der von der Magd ist nach dem Fleisch geboren worden, der von der Freien aber durch die Verheißung. Das ist bildlich zu verstehen: Die beiden Frauen sind zwei Bundesschlüsse, einer vom Berg Sinai, der in die Knechtschaft gebiert; das ist Hagar. Hagar aber bezeichnet den Berg Sinai in Arabien und ist ein Gleichnis für das jetzige Jerusalem, das mit seinen Kindern in der Knechtschaft lebt. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; das ist unsre Mutter." (Galater 4,21-26)

Die wahrscheinlich deutlichste Aussage über wahre Anbetung und ob eine irdische Stadt als heilige Stätte in der Zukunft dienen würde, machte Jesus Christus selbst, als er an einem Brunnen mit einer Samariterin redete: "Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet (Berg Garizim), und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet." (Johannes 4,19-26)

„Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet“, sprach die samaritische Frau, „und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle.“ Vor ihren Blicken lag der Berg Garizim, dessen Tempel verwüstet war. Nur der Altar stand noch. Um den Ort der Anbetung hatte es zwischen Juden und Samaritern Streit gegeben. Einige der samaritischen Vorfahren waren einst zu Israel gezählt worden; aber ihrer Sünden wegen hatte es der Herr zugelassen, dass sie von einem heidnischen Volk überwunden wurden. Schon viele Generationen hindurch lebten sie mit Götzenanbetern zusammen, deren Religion ihre eigene allmählich entstellt hatte. Sie behaupteten allerdings, dass ihre Götzen sie nur an den lebendigen Gott, den Herrscher des ganzen Weltalls, erinnern sollten, nichtsdestoweniger waren sie soweit gekommen, sich vor Götzenbildern zu beugen.
Als der Tempel in Jerusalem zur Zeit Esras wieder gebaut wurde, wollten sich die Samariter den Juden bei seinem Aufbau anschließen. Dieses Vorrecht wurde ihnen aber verweigert, und es entstand bittere Feindschaft zwischen beiden Völkern. Die Samariter bauten sich deshalb ihren Tempel auf dem Berge Garizim. Hier beteten sie Gott an in Übereinstimmung mit den mosaischen Gebräuchen, obgleich sie den Götzendienst nicht völlig aufgegeben hatten. Aber das Unglück verfolgte sie. Ihr Tempel wurde von Feinden zerstört; sie schienen unter einem Fluch zu stehen. Dennoch hielten sie an ihren Überlieferungen und an ihrer Form des Gottesdienstes fest. Sie wollten den Tempel zu Jerusalem nicht als Haus Gottes anerkennen und auch nicht zugeben, dass die jüdische Religion der ihren überlegen war.
Auf die Frage der Samariterin antwortete Jesus: „Glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.“ (Johannes 4,21.22) Jesus hatte damit bewiesen, dass er frei war von dem jüdischen Vorurteil gegen die Samariter. Er versuchte sogar das Vorurteil der Samariterin gegen die Juden zu beseitigen. Während er darauf verwies, dass der Glaube der Samariter durch den Götzendienst verdorben war, erklärte er, dass die großen Wahrheiten über die Erlösung den Juden anvertraut seien und dass aus ihrem Volk auch der Messias kommen sollte. In den heiligen Schriften hatten sie eine klare Darstellung vom Wesen Gottes und von den Grundsätzen seiner Regierung. Jesus rechnete sich selbst zu den Juden, denen Gott die Erkenntnis über seine Person gegeben hatte.
Er wünschte die Gedanken seiner Zuhörerin über alles Äußere und über alle Streitfragen hinauszuheben. „Es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ (Johannes 4,23.24) Mit diesen Worten ist die gleiche Wahrheit ausgesprochen, die Jesus schon Nikodemus offenbart hatte, als er sagte: „Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3,3) Menschen werden dem Himmel nicht nähergebracht, indem sie einen heiligen Berg oder einen geweihten Tempel oder eine historisch bedeutsame Stadt aufsuchen. Die Religion ist nicht lediglich auf äußere Formen und Handlungen beschränkt. Die Religion, die von Gott kommt, ist auch die einzige Religion, die zu Gott führt. Um ihm in der richtigen Weise zu dienen, müssen wir durch den Geist Gottes neu geboren werden. Dieser wird unsere Herzen reinigen und unseren Sinn erneuern und uns die Fähigkeit schenken, Gott zu erkennen und zu lieben. Er wird in uns die Bereitschaft wecken, allen seinen Anforderungen gehorsam zu sein. Dies allein ist wahre Anbetung. Sie ist die Frucht der Wirksamkeit des Geistes Gottes. Jedes aufrichtige Gebet ist durch den Geist eingegeben, und ein solches Gebet ist Gott angenehm. Wo immer eine Seele nach Gott verlangt, dort bekundet sich das Wirken des Geistes, und Gott wird sich jener Seele offenbaren. Nach solchen Anbetern sucht er. Er wartet darauf, sie anzunehmen und sie zu seinen Söhnen und Töchtern zu machen.
Allein Gott ist heilig (Offenbarung 4,8; Psalm 99,5; 3. Mose 11,44) und nur durch seine Gegenwart wird etwas geheiligt. Jesus richtete die Aufmerksamkeit auf keine der irdischen Städte, sondern betonte, worauf es bis zu seiner Wiederkunft wirklich ankommt. Jesus wusste, dass das jüdische Volk ihren Messias verwerfen würde, auf dem ihr gesamter Gottesdienst beruhte und hinwies. Würde Israel seinen Messias verwerfen, dann hätte der Tempel und die gesamte Stadt Jerusalem keinen heiligen Charakter mehr und seiner Zerstörung nah: "Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Hier wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde." (Markus 13,1.2)
Manche meinen, dass Jerusalem weiterhin eine heilige Stadt sei, aber Jerusalem wird nie wieder eine heilige Stätte sein, bis sie mit dem Feuer des Himmels gereinigt wird. Der dunkelste Schuldfleck ruht auf der Stadt, die das Licht Jesu abgelehnt hat. Der Fluch Gottes ruht über Jerusalem wegen der Ablehnung und Kreuzigung seines eingeborenen Sohnes. Wenn die sündenverdorbene Erde von jedem Sündenfleck gereinigt wurde, wenn der Olivenberg gespalten wurde und eine riesige Ebene bildet; wenn die heilige Stadt Gottes  auf diese Ebene herabkommt, dann wird das Land, das jetzt "Heiliges Land" genannt wird, wieder heilig werden. Der Prophet sagte: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!" (Offenbarung 21,1-5)
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