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Frage: Ist eine private Taufe ohne Pastor biblisch gültig?

Die Menschen die zu biblischen Zeiten getauft haben wurden dafür von Gott auserwählt und ihnen wurde Autorität übertragen: die Propheten, Johannes der Täufer, und die Apostel zum Beispiel. Die Bibel scheint das als einen Präzedenzfall zu bestätigen. In Apostelgeschichte 6,3 heißt es, als die Apostel den Dienst der Diakonen einführten, wählten sie sieben Männer aus, die von gutem Zeugnis“ und „voll heiligen Geistes und Weisheit“ waren. Dann, um es offiziell zu machen, wurden diese Männer vor die Apostel gebracht, die für sie beteten und ihnen die Hände auflegten (Vers 6). Als Philippus den äthiopischen Eunuch taufte (Apostelgeschichte 8,26-39), wissen wir nicht, ob er immer noch ein Diakon war oder ob er „befördert“ wurde. Wir wissen aber, dass es keinen Bericht in der Bibel gibt in dem die Jünger sich gegenseitig taufen. Ich möchte erklären, warum ich denke, dass das so ist.  Wenn alle Gemeindeglieder glaubten, sie könnten herumlaufen und jeden taufen, zu dem sie meinen geführt worden zu sein, ohne die Bedeutung zu erklären, könnte dies dazu führen, dass Menschen in die Kirche geführt werden, die nicht wirklich unterrichtet wurden. Jesus sagte, „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und sie lehret alles zu halten, was ich euch befohlen habe.“ (Matthäus 28,19.20). Ich werde keine dogmatische Aussage treffen und behaupten, dass Gott keine private Taufe ehren würde an der kein Pastor anwesend ist. Es gab Christen in den kommunistischen Ländern, die Jesus angenommen und sich dann gegenseitig getauft haben. Aber sie arbeiteten unter extremsten Bedingungen. Wenn man Bibel-lehrende, Bibel-gläubige Kirchen in der eigenen Umgebung hat, die die Taufe durch Untertauchen praktizieren, warum würde man nicht auch an einer öffentlichen Taufe teilnehmen und den Pastor dazu einladen wollen? Etwas anderes ist es, wenn geisterfüllte und schrifterkenntnisreiche Laienglieder der Gemeinde Menschen Bibelunterricht geben, den sie mit dem Pastor absprechen. Laienglieder sollten sogar in diese Mitarbeit für Gott einbezogen werden und nicht alles auf einen Pastor abgelegt werden. Besteht der besondere Wunsch ist es zudem nicht unbiblisch, wenn das engagierte Laienglied, das den wochen-bzw. monatelangen Bibelunterricht durchgeführt hat auch in Absprache mit dem dem Pastor eine Taufe durchführt. Allerdings sollte es genaue Absprachen geben, der Pastor und die Ältesten der Gemeinde haben die Entscheidungskraft und nichts sollte heimlich oder hinter dem Rücken der Verantwortlichen getan werden.

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