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Startseite Artikel Biblische Antworten Hat Jepthah seine Tochter geopfert?

Frage: Hat Jephtah seine Tochter auf einen Altar gelegt und sie getötet, wie Richter 11,30-40 es impliziert?

Jephtah hat geschworen, dass was auch immer ihm bei seiner Rückkehr von der siegreichen Schlacht zuerst entgegenkommt, er als Brandopfer opfern würde (Vers 31). Als seine Tochter die erste war, die ihn begrüßte, sagte er zu ihr: „Ach, meine Tochter, wie tief beugst du mich nieder und betrübst du mich! Denn ich habe meinen Mund dem HERRN gegenüber aufgetan und kann es nicht widerrufen!“ (Vers 35). Sie antwortete: „Mein Vater, hast du deinen Mund dem HERRN gegenüber aufgetan, so tue an mir, wie es aus deinem Munde gegangen ist, nachdem der HERR dich an deinen Feinden, den Kindern Ammon, gerächt hat!“ (Vers 36). Das Kapitel geht weiter und es heißt „Und er tat ihr, wie er gelobt hatte.“ (Vers 39). Man beachte auch, was sie in Vers 37 sagt: „Das werde mir gestattet, dass du mich zwei Monate lang verschonest, damit ich auf die Berge steigen und über meine Ehelosigkeit mit meinen Freundinnen weinen kann.“ Sie beweinte nicht ihren Tod, sondern ihre Jungfräulichkeit. Ich glaube, dass was Jephtah getan hat, um sein Gelübde zu erfüllen war das gleiche, was auch Hanna mit Samuel gemacht hat (1.Samuel 1,27, 28). Er brachte seine Tochter zum Heiligtum, und sie wurde zum Dienst für den HERRN geweiht, was bedeutet, dass sie ehelos bleiben musste. Es gibt verschiedene Gründe warum ich glaube, dass Jephtah seine Tochter nicht getötet hat, sondern sie stattdessen geweiht hat. Erstens waren Menschenopfer ein Gräuel für YHWH (3.Mose 18,21; 20,1-3; Jeremia 32,35). Uns ist gesagt in Richter 11,29, dass „der Geist des HERRN auf Jephtah kam.“ Denkst du, dass Jephtah erfüllt mit dem Geist des HERRN seine Tochter geopfert hätte? Zweitens hatte Jephtah es in der Hand, seine Tochter zu erlösen. In 3.Mose 27,2 heißt es „Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem HERRN ein besonderes Gelübde tut, wenn er nach deiner Schätzung Seelen gelobt, so sollst du sie also schätzen“. Mit anderen Worten, wenn dein Erstgeborener dem HERRN geweiht war, musstest du ihn nicht als "Opfer darbringen"; man sollte einen Preis bezahlen oder ein Opfer darbringen an seiner statt. Desweiteren war es nur einem Priester erlaubt Brandopfer darzubringen (3.Mose 17,1-9). Erinnere dich daran, wie Saul in Schwierigkeiten geriet, als er das Vorrecht eines Priesters in Anspruch nahm (1.Samuel 13,6-14). Welcher Priester wär willig gewesen Jephtahs Tochter zu opfern mit dem Wissen, dass dies dem HERRN ein Gräuel ist? Letztendlich heißt es in der Bibel, dass sie ihre Jungfräulichkeit beweinte, dass sie keinen Mann erkannt hat und dass die israelitischen Frauen sie  jährlich beweinten oder sie trösteten (Richter 11,38-40). Wohin sind sie gegangen? Sie gingen zum Tempel, denn ihr Leben war Gott geweiht. Vielleicht denkst du dir, „Gott hat doch Abraham gebeten seinen Sohn zu töten“. Das ist wahr, aber Gott hat Abraham davon abgehalten es auszuführen. Abraham hat seinen Sohn Isaak nich getötet; Gott hat ihn davon abgehalten seinen Befehl auszuführen. Wenn Jephtah durch den HERRN zum Sieg geführt wurde und bereit war seinen Eid zu erfüllen, denkst du nicht, dass Gott ihn gestoppt hätte bevor er das Blut seines einzigen Kindes vergoss? Ich denke es ist klar was passiert ist. Jephtah hat seine Tochter zum Dienst am Heiligtum geweiht.

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