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Startseite Artikel Biblische Antworten Wie sieht Gott Sklaverei an?

Frage: Wie kann ein liebender Gott Gesetze zur Sklaverei geben (3. Mose 25) und sie damit legitimieren? War spätere Sklaverei der Afrikaner eine Strafe an schwarzen Menschen? Ist Gott rassistisch? Was sagt Sklaverei über Gottes Charakter?

Ich denke, es war nie Gottes Plan, dass ein Mensch andere versklavt oder selbst versklavt wird! Man muss sich darüber im Klaren sein, dass viele Ordnungen Gottes in der Bibel dazu bestimmt waren, sein Volk vor Gebräuchen oder Riten zu bewahren, die er absolut nicht gutheißt. Beispielsweise gab es eine gravierende Polygamie zu biblischen Zeiten. Ein Grund dafür war, dass Krieg zum Alltag gehörte und es daher viele übriggebliebene Frauen gab, die nunmehr niemanden hatten, der sie unterstützte. Außerdem galt es für Frauen als schandhaft, wenn sie keine Familie bzw. keinen Ehemann hatten. So eine Verzweiflung beschreibt z.B. Jesaja "Und sieben Frauen werden zu der Zeit "einen" Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst ernähren und kleiden, lass uns nur nach deinem Namen heißen, dass unsre Schmach von uns genommen werde." (Jesaja 4,1) Obwohl Polygamie häufig in der Bibel vorkam, heißt das nicht, dass es Gottes Wille war! Im Gegenteil sein Plan sah eine monogame Ehe vor (1. Mose 2,24 ; Epheser 5,31) Gott gab daher vorübergehende Gesetze zum Schutz der Frauen. In gleicherweise war es z.B. nie Gottes Plan, dass sich Ehepartner scheiden können (Matthäus 19,8; Matthäus 5,32) aber um der Herzenhärtigkeit der Menschen hat er es eine Zeitlang toleriert und gab besondere Gesetze, wie und unter welchen Umständen eine Scheidung erlangt werden konnte (5. Mose 24,1-5). Gott gab in ähnlicher Weise auch Gesetze um Sklaven zu beschützen, jedoch verherrlicht er keine Sklaverei. Gott wollte diese Sklaven durch besondere Rechte schützen und machte damit Israel zu einem besonderen Volk, denn überall in der Welt hatten Sklaven keine Rechte und waren reine Objekte, die man nach Belieben ersetzen konnte wenn sie starben und behandeln konnte wie man wollte.

Einge Strafandrohungen Gottes, die man in der Bibel finden kann, beziehen sich auf Nationen, die mit Israel Krieg führten. Diese Füche hatten nichts mit einer bestimmten Rasse zu tun. Gott ist kein Rassist! Es gibt Flüche gegen Ammoniter, Edomiter, Jebusiter, Babylonier u.v.a. die gegen Israel Kriege führten aber nicht gegen bestimmte Rassen oder Menschen einer bestimmten Hautfarbe. Die Äthiopier waren einige Male in kriegerische Auseinandersetzungen mit Israel verwickelt, aber Mose hat z.B. eine Äthiopierin geheiratet, ein äthiopischer Kämmerer bekehrte sich durch das Wirken Gottes zum Christentum (Apostelgeschichte 8,27 ff.).  Keine Bibelstelle befürwortet Rassismus - im Gegenteil sagt uns die Bibel, dass Gott aus einem Blut die ganzen Menschen sich vermehren ließ (Apostelgeschichte 17,26.27). Die Erlösungsbotschaft ist für alle "Nationen und Stämme und Sprachen und Völker" gedacht (Offenbarung 14,6).

Wenn es um den Charakter Gottes geht, müssen wir uns vor Augen halten, dass Sklaverei in verschiedenen Formen existiert. Sie kann sich neben der physischen Versklavung eines Menschen auch z.B. in Sündensklaverei oder psyschicher Sklaverei manifestieren. Das Wort Gottes alleine kann uns davon freimachen, darum hängt unsere wahre Freiheit davon ab, inwieweit wir Gottes Wort in uns wirken lassen. Man kann sich im Gefängnis befinden, aber trotzdem frei sein. Viele Menschen leben als Sklaven Satans und nur Gott kann sie davon befreien. Gott ist gnädig, barmehrzig und von großer Güte und Treue - er zwingt sich uns nicht auf. Vorausblickend und abschließend muss gesagt werden, dass es im Himmel keine Sklaverei mehr geben wird, so wie es keine Sklaverei vorm Sündenfall gegeben hat, denn Gott hasst Sklaverei.

 

Aktualisiert ( Samstag, 12. Oktober 2013 um 15:59 Uhr )

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