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Startseite Artikel Biblische Antworten Verhältnis von Kirche und Staat?

Frage: Bitte erklären Sie mir den biblischen Zusamenhang von Kirche und Staat. Wie sollten beide zueinander stehen?

Regierungen sollten sich nach Gottes Willen dafür einsetzen, die letzten 6 Gebote Gotts zu schützen, welche das friedliche Leben der Menschen untereinander ermöglichen. "Den Königen ist Unrecht tun ein Gräuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt." (Sprüche 16,12) Die 10 Gebote sind in 2 Tafeln unterteilt (2. Mose 31,18): Die erste Tafel beinhaltet die ersten 4 Gebote. Diese handeln von der Beziehung des Menschen zu Gott, regeln also allgemein die Anbetung und Verehrung des Schöpfers. Auf der zweiten Tafel befinden sich die letzten 6 Gebote, welche wie bereits erwähnt, das zwischenmenschliche Leben regeln. Es gibt jedoch z.B. in den USA christliche Bewegungen, welche sich politisch dafür stark machen, dass ihre Nation wieder zu allen 10 Geboten zurückkehren soll. Das halten wir für verkehrt. Regierungen, egal welcher Herkunft sollten niemals versuchen, die Gewissen ihrer Bürger zu kontrollieren, bezüglich der Anbetung eines Gottes oder der Ausübung einer bestimmten Religion, solange sie anderen keinen Schaden zufügen. Würde sich z.B. eine Regierung dafür stark machen, einen bestimmten Anbetungstag gesetzlich für alle zu verordnen, dann wäre damit eine Grenze ihrer Autorität überschritten. Würde sie die Anbetung eines bestimmten Gottes verordnen, dann überstiege sie ebenfalls ihre von Gott gegebene Regierungsgewalt. Eine Staatsgewalt sollte demnach keine Gesetze bezüglich der ersten 4 Gebote des Dekalogs verordnen und sie mit Strafen versehen. Wenn sie jedoch die letzten 6 Gebote nicht ausreichend schützt, dann gäbe es Anarchie. Die Kirche darf bezüglich religiöser Bestimmungen keinen Einfluss auf den Staat ausüben dürfen. Der Staat darf sich auf der anderen Seite nicht zum Kontrolleur der Anbetungsformen im Auftrag einer Kirche machen lassen. Die Freiheit des Gewissens bezüglich der Anbetung ist ein gottgegebenes Menschenrecht. Jesus sagte treffend: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" (Matthäus 22,21)

 

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