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Startseite Artikel Biblische Antworten Wo sollte mein Erbe hin gelangen?

Frage: Ist es für einen Christen unbedenklich, wenn er seine Erbschaft ungläubigen Verwandten überlässt, die sie selbstsüchtig verschwenden könnten?

Zwei wichtige Punkte müssen in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden: Die Liebe zu Gott (und seinem Werk) und bedingungslose Liebe zu den Kindern. In allen unseren Vermögensplanungen ist es wichtig unsere Liebe zu unseren Kindern zu offenbaren. Wenn christliche Eltern als letzte Handlung in ihrem Leben ihre Kinder einfach vom Erbe ausschließen, dann wird das wahrscheinlich ihre Herzen noch mehr verhärten. Es würde eine tiefe Wunde hinterlassen, welche fast unmöglich heilen kann. "Ein guter Mensch hinterlässt ein Erbe für Kinder und Enkelkinder, aber das Vermögen des Gottlosen geht über an den, der Gott dient." (Sprüche 13,22) Der andere Aspekt ist, dass wir Gott Rechenschaft darüber geben müssen, wie wir unser Vermögen eingesetzt haben, also auch kurz vor unserem Tod. Eine sehr große Summe den unbekehrten Kindern zu hinterlassen ist eine Förderung des Reiches Satans, der es auf die Selbstsucht abgesehen hat. Dem Werk Gottes und damit der Rettung von Menschenseelen würde dadurch Geld entzogen, dass zum Aufbau des Reiches Gottes dienen könnte. "Wer seinen Vater oder seine Mutter, seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist es nicht wert, mein Jünger zu sein." (Matthäus 10,37) Die Antwort ist daher ausgewogen: Natürliche möchte man seinen Kindern und Enkeln genug hinterlassen, um Liebe und Fürsorge auszudrücken und den praktischen Nöten des Alltags Abhilfe zu verschaffen. Das kann auch durch nichtliquides Vermögen geschehen wie zB Grundstücke oder Familienerbstücke. Bevor David starb, teilte er seinem Sohn Salomon mit, dass er eine größere Summe zum Aufbau des Tempels bereitstellen würde: "Ich habe für den Bau des Tempels schon 3500 Tonnen Gold und 35000 Tonnen Silber bereitgestellt, außerdem so viel Bronze und Eisen, dass man es nicht mehr wiegen kann. Auch für Holz und Steine habe ich schon gesorgt, doch wirst du davon noch mehr brauchen." (1. Chronik 22,14) Sicherlich hat David seinen Kindern und Enkeln ein großzügiges Erbe vermacht, aber der Großteil ging mit Sicherheit ins Werk Gottes. Das ist ein gutes Vorbild für Christen der heutigen Zeit. Nichtzuletzt ist gerade dieser Erbschaftsplan ein Zeugnis für die ungläubigen Hinterbliebenen, die daran erkennen können, dass einem die eigene Familie sehr am Herzen liegt, aber das Reich Gottes die zentrale Rolle im eigenen Leben spielen sollte.

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