Google+
Startseite Artikel Biblische Antworten Warum gibt es soviel Leid ?
Beitragsseiten
Warum gibt es soviel Leid ?
Weiter auf: Seite 2 von 8
Weiter auf: Seite 3 von 8
Weiter auf: Seite 4 von 8
Weiter auf: Seite 5 von 8
Weiter auf: Seite 6 von 8
Weiter auf: Seite 7 von 8
Weiter auf. Seite 8 von 8
Alle Seiten

Warum gibt es soviel Leid?

Vielen Menschen ist der Ursprung der Sünde und der Grund für deren Dasein eine Quelle großer Verwirrung. Sie sehen das Werk der Sünde mit seinen schrecklichen Folgen von Kummer und Verwüstung und sie fragen sich, wie dies alles unter der Herrschaft dessen bestehen kann, der unendlich an Weisheit, an Macht und an Liebe ist. Das ist ein Geheimnis, das sie nicht zu ergründen vermögen. Und in ihrer Ungewissheit und ihrem Zweifel sind sie blind gegenüber den so deutlich in Gottes Wort offenbarten und zur Erlösung so wesentlichen Wahrheiten. Es gibt Menschen, die in ihrem Forschen über das Dasein der Sünde das zu ergründen suchen, was Gott nie offenbart hat, und daher finden sie auch keine Lösung ihrer Schwierigkeiten; und solche Menschen, die einen Hang zum Zweifeln oder zu Spitzfindigkeiten haben, führen dies als Entschuldigung dafür an, die Worte der Heiligen Schrift zu verwerfen. Andere ermangeln eines befriedigenden Verständnisses des großen Problems über das Böse, weil Überlieferungen und falsche Auslegungen die Lehren der Bibel über den Charakter Gottes, die Art und Weise seiner Regierung und die Grundsätze seines Verfahrens mit der Sünde verdunkelt haben.

Es ist unmöglich, den Ursprung der Sünde so zu erklären, dass dadurch eine Begründung für ihr Dasein gegeben würde. Doch kann genug von dem Ursprung und dem endgültigen Schicksal der Sünde verstanden werden, um die Gerechtigkeit und Güte Gottes in all seinem Verfahren mit dem Bösen völlig zu offenbaren. Nichts lehrt die Heilige Schrift deutlicher, als dass Gott in keiner Hinsicht für das Eindringen der Sünde verantwortlich war, und dass weder ein willkürliches Entziehen der göttlichen Gnade noch eine Unvollkommenheit in der göttlichen Regierung Anlass zum Entstehen einer Empörung gab. Die Sünde ist ein Eindringling, für dessen Erscheinen keine Ursache angegeben werden kann. Sie ist geheimnisvoll, unerklärlich; sie zu entschuldigen, hieße sie verteidigen. Könnte eine Entschuldigung für sie gefunden oder ein Grund für ihr Dasein nachgewiesen werden, so würde sie aufhören, Sünde zu sein. Unsere einzige Auslegung von der Sünde entnehmen wir dem Worte Gottes, sie ist "die Übertretung des Gesetzes" (1. Joh. 3, 4.); sie ist die Ausübung eines Grundsatzes, der in Feindschaft steht mit dem großen Gesetz der Liebe, das die Grundlage der göttlichen Regierung bildet.
Ehe das Böse Eingang fand, walteten Friede und Freude im ganzen Weltall. Alles befand sich in vollkommener Übereinstimmung mit dem Willen des Schöpfers. Die Liebe zu Gott war über alles erhaben, die Liebe zueinander rein in ihren Beweggründen. Christus, das Wort, der eingeborene Sohn Gottes, war eins mit dem ewigen Vater -- eins in Natur, im Wesen und im Vorhaben -- das einzige Wesen im ganzen Weltall, das mit allen Ratschlüssen und Absichten Gottes vollkommen vertraut war. Durch Christus wirkte der Vater bei der Erschaffung aller himmlischen Wesen. "Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel ... ist, das Sichtbare und Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten" (Kol. 1, 16); und Christus samt dem Vater gelobte der ganze Himmel Treue und Gehorsam.
Da das Gesetz der Liebe die Grundlage der Regierung Gottes war, so hing die Glückseligkeit aller erschaffenen Wesen von ihrer vollkommenen Übereinstimmung mit den erhabenen Grundsätzen der Gerechtigkeit ab. Gott sieht bei allen seinen Geschöpfen auf den Dienst der Liebe, auf eine Huldigung, die einer einsichtsvollen Wertschätzung seines Charakters entspringt. Ihm gefällt keine erzwungene Treue, und er verleiht allen Wesen Willensfreiheit, damit sie ihm einen freiwilligen Dienst darbringen.

Es lebte jedoch einer, der es vorzog, diese Freiheit zu verkehren. Die Sünde hatte ihren Ursprung bei dem, der nächst Christus am meisten von Gott geehrt worden war und der unter den Bewohnern des Himmels an Macht und Ehre am höchsten stand. Vor seinem Fall war Luzifer der erste der schirmenden Engel, heilig und unbefleckt. "So spricht Gott der Herr: Du warst das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön. ... Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ... und wandeltest inmitten der feurigen Steine. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde." (Hes. 28, 12-15.)


Weitersagen
Wer ist online?
Wir haben 62 Gäste online
Besucher
Gesamt790239

jbc vcounter